Muschelsaum für Musselintücher

08:00 Marie 6 Comments

Meine Liebe zu Pinterest ist wohl so ziemlich das erste, was in Gesprächen mit mir auffallen dürfte. "Ich hab da was auf Pinterest gesehen"... "Kenne ich schon... von Pinterest"... "Uhhhh! Pinterest (...)"

Nun hatte ich über meine Facebook-abonnierten Stoffläden diesen süß bedruckten Musselinstoff gesehen und zum Glück sogar hier um die Ecke einen Laden (Frau Tulpe) gefunden, der ihn schon (oder eher "noch") hatte.


Da ein Baby bei Freunden ins Haus stand, wollte ich gern ein paar Spucktücher oder so was in der Art machen. Ich hatte überlegt, die Musselintücher mit Schrägband einzufassen oder einen einfachen Rollsaum zu nähen. Dann fiel mir dieses Tutorial von SewNso auf Pinterest wieder ein.
Meine Maschine konnte diesen tollen automatischen Minimuschelsaum nicht. Mit ein bisschen Tricksen klappt es aber auch auf meiner Nähmaschine...


Ich finde die Ränder ganz süß und könnte mir das toll für Röckchen oder Kleider vorstellen.


Zwei Tücher à 60 x 60 cm sind locker in einer Stunde fertig.


Man braucht:

Musselinstoff (1,3 x 0,7m, der läuft ganz schön ein...)
Bügeleisen, Nähmaschine, 80er Nadel, Garn, 
Schere, Nähnadel
Rollsaumfuß


Vor dem Zuschnitt habe ich den Stoff gebügelt. Der Stoff ging in der Waschmaschine ganz schön ein. Mein Stoff war 1,3 m breit, also hatte ich mir 0,65 m zuschneiden lassen, um 2 Tücher mit je 0,65cm zum Quadrat herauszubekommen... Ja Pustekuchen... Ich habe dann einfach irgendwie quadratisch zugeschnitten, weil sich der Stoff so verzogen hatte und geschrumpft war. Also besser mehr zuschneiden lassen und das Einlaufen berücksichtigen...


Den Anfang des Rollsaums konnte ich beim Musselinstoff sehr gut von Hand, ohne Hitze fixieren. Mit dem Rollsaumfuß, der rechten Seite nach unten und einem Blindstich (Länge 3, Breite 4-5) wird genäht. Zu Beginn kann man ein paar Rückstiche machen, um die Naht zu sichern, am Ende hingegen nicht.


Dann sieht es zunächst so aus. Vielleicht kann eure Maschine den Stoff schon etwas kräuseln. Wenn ich die Fadenspannung verändert hatte, ging es daneben... Sollte mittendrin der Faden reißen oder näht man zum Ende hin unabsichtlich auf der Stelle, weil sich der Stoff in der Schnecke vom Rollsaumfuß verfangen hat, kann man auch mittendrin den Faden irgendwie rausziehen und dann mit einer Nähnadel von Hand verstechen. passiert. ist kein Drama.


Dann zieht man den unteren Faden, sodass der Saum sich kräuselt. Ist alles schön eng gekräuselt, streicht man am Stoff entlang, sodass der Saum sich wieder glättet. Der langgezogene Faden, bleibt aber merklich länger. Durch die Verkürzung eines Fadens entstehen die Muscheln.
Das Ende der Fäden habe ich entweder mit einer Nadel verstochen oder geknotet.


Teilweise schaut der rohe Stoffrand aus den Muscheln heraus. Ich denke, je häufiger die Tücher gewaschen werden, desto eher ribbelt sich der Rand auf... Aber das ist dann nicht mein Problem :P


Die Labels können übrigens prima dafür verwendet werden, die schlimmsten Patzer zu verstecken ;)

Wie immer beim Creadienstag zu finden und auf Einladung hin auch bei Fuchsgestreift
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Kommentare:

  1. ...sondern mein Problem... ��

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  2. Hihi, sehr gut, der erste Kommentar und die Tücher samt deiner Anleitung.
    LG,
    Petra

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  3. Eine tolle Idee und super erklärt. Danke!
    Liebe Grüsse,
    Regula

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  4. Die Tücher sind wirklich wunderschön geworden! Den Muschelsaum bewundere ich schon so lange und jetzt erst sehe ich, dass meine Nähmaschine auch diese Funktion hat! Das muss ich unbedingt sofort ausprobieren!
    Lieben Dank fürs Zeigen!
    F1 von fuchsgestreift

    PS: wir haben eine kleine Link-Party zu Musselin gestartet, vielleicht hast du Lust, deinen Beitrag dort zu verlinken?!

    http://fuchsgestreift.blogspot.de/2017/04/musselin-die-linkparty.html

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  5. ...schaut super aus !!!!!

    L
    O
    V
    E

    Gabi

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