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Dienstag, 13. Juni 2017

Wickeltasche inkl. Schnittmuster


Ich glaube... so langsam hab ich es dann mit den Babysachen, die ich in letzter Zeit als Geschenke genäht habe...
Also demnächst gibt es vielleicht auch wieder was für mich oder andere :P

Heute gibt es eine kleine Bilderflut, weil ich mich so gefreut habe, dass ich nach zwei Jahren Pause wieder halbwegs mit der Kamera klar komme. Das war tatsächlich ein bisschen wie Fahrradfahren. Ich wusste zwar nicht mehr genau, welche Knöpfe ich drücken musste, aber so ganz dunkel im Hinterkopf waren da so Begriffe wie "Blende" und "Verschlusszeit". Dann hab ich mal fröhlich alle Rädchen und Knöpfe ausprobiert, und irgendwann ging es. Natürlich nach kurzer Panik, wie ich jetzt dieses ausgewählte Sternchen wieder wegbekommen kann...


Die Wickeltasche schließt mit einem Magnetverschluss, da eine Freundin meinte, sie sollte am besten einhändig bedient werden können. Leider ist der Magnet echt ziemlich stark und gar nicht so leicht zu öffnen ^^ Vielleicht muss da ein Stück Klebeband den Kontakt ein bisschen unterbrechen... Oder hat jemand andere Ideen?


Die Idee mit der Feuchttücheröffnung habe ich von anderen Wickeltaschen nach ausführlicher Recherche auf Pinterest und Etsy/Dawanda übernommen. Das Schleifenband für einen Nuckel oder Creme übrigens auch...


Das Schnittmuster hat mir ein Weilchen Kopfzerbrechen bereitet, weil ich nach wie vor nicht weiß, wie ich die Taschennähte zum Schluss nach innen bringen kann UND alles gefüttert wird. Aber ich denke, so ist es recht einfach und nicht weniger hübsch...
Genäht ist die Tasche in 2,5 h. Sogar wenn man nochmal Nähte auftrennen muss, weil man sich nicht an die Reihenfolge gehalten hat :P

Dienstag, 30. Mai 2017

Muschelsaum für Musselintücher

Meine Liebe zu Pinterest ist wohl so ziemlich das erste, was in Gesprächen mit mir auffallen dürfte. "Ich hab da was auf Pinterest gesehen"... "Kenne ich schon... von Pinterest"... "Uhhhh! Pinterest (...)"

Nun hatte ich über meine Facebook-abonnierten Stoffläden diesen süß bedruckten Musselinstoff gesehen und zum Glück sogar hier um die Ecke einen Laden (Frau Tulpe) gefunden, der ihn schon (oder eher "noch") hatte.


Da ein Baby bei Freunden ins Haus stand, wollte ich gern ein paar Spucktücher oder so was in der Art machen. Ich hatte überlegt, die Musselintücher mit Schrägband einzufassen oder einen einfachen Rollsaum zu nähen. Dann fiel mir dieses Tutorial von SewNso auf Pinterest wieder ein.
Meine Maschine konnte diesen tollen automatischen Minimuschelsaum nicht. Mit ein bisschen Tricksen klappt es aber auch auf meiner Nähmaschine...


Ich finde die Ränder ganz süß und könnte mir das toll für Röckchen oder Kleider vorstellen.


Zwei Tücher à 60 x 60 cm sind locker in einer Stunde fertig.

Dienstag, 23. Mai 2017

Maskros Hack- Die Pusteblumen-Ikea-Lampe wird erwachsener

Auf der Suche nach einer Wohnzimmerlampe, die sowohl leicht als auch präsent ist, habe ich meiner Meinung nach die optimale Lösung gefunden. 
Irgendwann hatte ich einfach so nach Maskros-DIYs gegoogelt. Gar nicht mal mit unserem Wohnzimmer im Kopf. Dabei habe ich dieses Tutorial von Dwellings by Devore gefunden.
Ich habe mich eigentlich komplett daran orientiert außer in der Farbwahl.


Look how pretty! *herzchenaugen*


Anbei nur eine ganz kurze Zusammenfassung, welche Materialien ich genutzt habe. Zeitlich dauert das Ganze schon etwas, da einfach auch viel Trockenzeit einzuplanen ist. Ich würde mal 3-4 Tage einplanen.

Dienstag, 16. Mai 2017

Mini Portmonee inkl. Schnittmuster

Seitdem ich in Berlin wohne, finden sich Inspirationsquellen viel häufiger als im bayerischem Dorf- wer hätte das gedacht?!
Mittlerweile habe ich mich schon ein wenig an Berlin und den ganzen Input gewöhnt, sodass ich nicht mehr alle drei Tage mit einem Kritzelzettel in der Kitteltasche rumlaufe...

Das kleine Portmonee habe ich schon seit einem guten halben Jahr in Benutzung. Ich wollte einfach mal was mit Leder ausprobieren... Nun kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern, ob ich etwas ähnliches bei irgendwem gesehen hatte, oder selbst durch Papierfalten auf die Idee gekommen bin.

Als ich damals den Prototypen gebastelt hatte, war mir absolut nicht klar, dass ich fortan nur noch dieses Portmonee nutzen würde.

Ursprünglich hatte ich es für ein bisschen Essensgeld und meine Bahnkarte nutzen wollen.


Das Wichtigste hat jedenfalls Platz. Und wenn ich mal zum Arzt oder zu Ikea gehe, dann steck ich eben diese oder jene Karte noch schnell ein.

Das Portmonee ist extrem schnell gemacht und käme sogar ohne Nähen aus, wenn man es darauf anlegen würde.
Mit Nähmaschine und 3 kurzen Stichen ist es jedenfalls noch schneller fertig.
Fertig gefaltet ist es etwa 10 x 6,5 cm groß und in etwa 20 Minuten einsatzbereit.

Samstag, 25. Februar 2017

Hochzeits DIY: Ringkissen

Vor einiger Zeit wurde ich gebeten, ein Ringkissen für eine Trauung zu nähen.
Nach den Wünschen der Braut ist also ein recht einfach zu nähendes, aber nicht zu schlichtes Ringkissen entstanden.


Es besteht zur Hälfte aus Spitze vom Brautkleid und zur anderen Hälfte aus Brautsatin, welcher mit Quiltnähten das Dekor der Torte aufgriff.

In 2-3 Stunden ist das Ringkissen locker zugeschnitten und genäht. Mit etwas Geduld und Vorüberlegung sicherlich auch als Nähanfänger machbar...

Dienstag, 6. Dezember 2016

Ärmel schmaler machen

So langsam nimmt unsere neue Wohnung Gestalt an, vieles ist schon ausgepackt und ich kann wieder mehr als nur einen Koffer an Kleidung nutzen. Irgendwo müsste auch der hier gezeigte Pünktchenpullover rumliegen. Den hatte ich natürlich im Sale und natürlich in Größe L mitgenommen. Weil. Pünktchen.
Oversize ist ja ganz nett, aber wenn so gar nirgends irgendeine Form erkennbar ist, wirkt man doch sehr reingeborgt. 


Deshalb habe ich die Ärmel mal eben enger genäht... 
Wenn ich sage "mal eben" meine ich damit tatsächlich innerhalb von 10 Minuten. Passiert ist das schon vor fast genau einem Jahr. 

Montag, 14. November 2016

Fairy Tale Fashion at FIT

Ich mache jetzt lieber keine großspurigen Ansagen mehr, dass es ab sofort wieder etwas belebter auf diesem Blog werden wird. Aber eigentlich habe ich das schon geplant...

Wir haben nun endlich eine schöne Wohnung in Berlin gefunden! Bisher fehlte aber noch das Internet und die Entscheidungsfreudigkeit bezüglich der Verteilung unserer Schränke auf die Zimmer. Ein eigenes Nähzimmer gibt es für mich leider nicht, aber dafür bekomme ich einen Platz im recht großen Schlafzimmer, über den ich mich trotz des derzeitigen Kistenchaos jetzt schon freue. Wenn alles hübsch eingerichtet ist, werde ich sicherlich ein paar Fotos knipsen (lassen) :)

Nun aber erst mal passend zur langsam beginnenden Vorweihnachtszeit die Ausstellung des FIT in New York vom März 2016 zum Thema Märchen.
Von den Laufstegen der Vergangenheit wurden die Kleider den verschiedenen Märchen zu geordnet.


Die wechselnden Ausstellungen sind kostenlos und von Dienstag bis Freitag 12-20 Uhr zugänglich.
Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich sonderlich gut mit Märchen auskenne... Durch die Erklärungstafeln zu den Ausstellungsstücken kam mir aber erstaunlich viel wieder ins Gedächtnis, was anscheinend ganz tief verbuddelt war.
Auf der Internetseite des Fashion Institute of Technology kann man noch einige Ausstellungsstücke bewundern. Teilweise sogar mit 360° Rundumsicht.
Ihr könnt ja jetzt mal mitraten, und schauen, ob ihr die Märchen richtig erkennt...

Schneewittchen- Rodarte Herbst 2008 | Der vergiftete Kamm- Rick Owens Frühjahr/2011

Schneewittchen

Das weiß-rot-schwarz-farbene Kleid wurde wohl vom Aussehen von Blut in Wasser inspiriert. Weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz passt da natürlich super zu Schneewittchen.
Bei der bodenlangen Weste mit dem hohen Kragen fand ich die Verarbeitung des Stoffes interessant. Er hatte gerade genug Stand und Festigkeit, ohne dass das Kleidungsstück zu rigide wirken würde.

Dolce and Gabbana- Herbst 2014
Die von der bösen Stiefmutter zu fest gezogene Schnürung gehört ebenso so Schneewittchen. Die Raffung am Ärmel und Oberteil fand ich sehr hübsch. Die Konstruktion der „Korsettschnürung“ war für mich interessant. Ein nettes, eher außergewöhnliches Detail, das eigentlich gar nicht so schwer zu nähen wäre.

Anzug: Thom Browne- Herbst 2014 Bärenkopf: Stephen Jones | Ensemble:Thom Browne- Herbst 2013

(Schneeweißchen und) Rosenrot

Ich glaube, ich dachte zu erst, dass es Rotkäppchen und der böse Wolf sein sollten. Bei einem großen, bedrohlichen, dunklen Tier und was Rotem daneben, ist das irgendwie die natürliche Assoziation, oder?
Wenn man aber mal genau hinguckt, sieht man natürlich, dass das echt kein Wolf sein kann. Der Bärenkopf ist aber recht effektvoll. Die Machart ist definitiv mal eine Überlegung für ein Kostüm wert, wenn man A) noch was sehen will und B) es schnell gehen soll. 
Ich will jetzt dem Designer nicht unterstellen, dass der Kopf hoppladihopp schenll gemacht wäre. Aber zumindest muss man den Schädel nicht noch mit Stoff beziehen...
Ganz nett war die rote Spitzenapplikation auf dem Rock. Die schwebenden Schößchenringe, die wie mit Heftstichen zusammengehalten wurden, fand ich echt ungewöhnlich und „neu“.

Yoshiki Hishinuma 2011 | Alexander McQueen- Frühjar/2010 | Giles- Frühjahr 2015

Die Feen

Das Märchen hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Dank der kurzen Beschreibung konnte ich mich dann aber doch wieder erinnern. Kurz zusammengefasst: Es waren einmal zwei Töchter, die eine gutherzig und schön, die andere unhöflich und böse. Als sie von einer Fee um Hilfe gebeten werden, reagiert die hübsche Tochter freundlich und die andere garstig, woraufhin beide mit einem Zauber belegt werden. Der netten Tochter sollen Juwelen, kostbare Metalle und Blumen beim Sprechen aus dem Mund fallen. Die gehässige Tochter wurde mit Kröten und Schlangen bedacht...

Das cremefarbene Polyesterkleid wurde beschichtet und mit Hitze behandelt, sodass diese interessante Struktur enstand, die tatsächlich wie eine abgestülpte Schlangenhaut wirkt.

Giles- Frühjahr 2015
Das war ein Kleid, an das ich echt gern wesentlich näher rangegangen wäre. Das Detail an der Taille und die Abnäher im Brustbereich fand ich super spannend. Das Schnittmuster dazu würde mich wirklich sehr interessieren, da man durch den gemusterten Stoff die vielen Details gar nicht so richtig wahrnehmen konnte. Schlangenoptik ist nu eigentlich nicht mein Ding, aber zum Märchen hat es gepasst...

Alexander McQueen- Frühjar/2010
Tzja... Super coole Schnittführung. Durch die verschiedenen Farben und Muster weiß man gar nicht, wo tatsächlich mal ein Schnitt gemacht und wo der Stoff einfach nur kunstvoll in Falten gelegt wurde. Wieder mal nicht mein Muster bzw meine Farben, aber sagenhafter Schnitt. Und seht ihr am Saum dieses Versteifungsband? Ich glaube das ist Rosshaar... Ich habe das Gefühl, dass dessen Verarbeitung bei Haute-Couture Kleidern ein MUSS ist, aber dass es in Deutschland nicht wirklich zu bekommen ist. Jedenfalls in Hobbynähläden...

Vivienne Westwood-Herbst/1988 | Boué Soeurs/ ca 1919

Aschenputtel

links: Ein Cinderella-Kleid mit ausladender Hüfte, die von Ballkleidern des 18. Jahrhunderts inspiriert ist.
rechts: Hach herrlich. Da kommt mir direkt wieder Downton in den Kopf. Interessante Spitzenplatzierung und schon sehr an die Silhouetten der 20er erinnernd, aber doch noch mit der Betonung der natürlichen Taille.

Charles James/1956-57 | Hideko Seo/2015  

Die kleine Meerjungfrau

Natürlich muss ich auch ein Foto von einem tragbaren Meerjungfrauenkleid teilen. Irgendwie wirklich sehr wortwörtlich umgesetzt, aber trotzdem nicht zu kostümartig und mit der richtigen Figur könnte das Kleid echt umwerfend aussehen. Die vielen Falten, die alle von Hand festgenäht wurden, sind echt beeindruckend. Je länger man schaut, desto mehr entdeckt man und desto besser gefällt es mir.

Die Meerhexe (wie Scuttle von Arielle müsst ihr das ausprechen „die Meeeeeerhexe!“) wurde speziell für die FIT Ausstellung designed und gefertigt.

Marchesa Frühjahr/2012 | Zuhair Murad Frühjahr/2015
Marchesa Frühjahr/2012 | Zuhair Murad Frühjahr/2015

Dornröschen

Bury me in one of these dresses

Als ich diese beiden Kleider nebeneinander erspähte, war ich extrem glücklich.
Ich liebe liebe liebe Marchesa und Zuhair Murad! Einmal einen Anlass haben, eins dieser Kleider tragen zu können /Herzchenaugen/
Ich bin natürlich bald aufs Podium gestiegen und war kurz vom Anprobieren, konnte mich aber gerade noch so beherrschen. Stattdessen bin ich fast mit der Nase direkt auf dem Stoff gelandet, so nah musste ich rankrabbeln und alles ansehen.


Jean Louis Sabaji Frühjahr/2015 | Giles Frühjahr/2012 | Undercover Frühjahr/2015

Schwanensee/Schwanenjungfrau

Das fluffige Kleid auf der linken Seite besteht nicht etwa aus Federn, sondern aus ausgefransten Stoffstreifen. Die Federn des rechten Kleides sind durch Druck, Bemalung und Lasercut entstanden.
So konzeptionell interessant und schön die beiden Federkleider auch sind, mich hat vor allem das Kleid in der Mitte interessiert. Irgendwie recht schlicht mit der Prinzessinnennaht, aber doch ganz hübsch und sicherlich gut nach zu nähen...

Giorgio di Sant'Angelo/ 1970 | Altuzarra Herbst/2010

Rotkäppchen

Die roten Umhänge wurden mit aufwändigen Stickereien oder mit Swarovski Kristallen verziert. Netter Wintermantel... So müsste man mal in den Bus einsteigen...
Natürlich haben mich die Umhänge direkt an die Zofen der Königin Amidala in Star Wars erinnert. Die Kostüme waren auch traumhaft...

So, das war meine kleine Auswahl der ausgestellten Märchengewänder.
Ich freue mich jetzt über meinen Rest Urlaub und mein Internet, und schaue Project Runway :)

Dienstag, 26. Juli 2016

Stoff und Spitze: Ein verkleidetes Album

Dieses stoffbezogene Hochzeitsalbum haben wir vor einem guten Jahr verschenkt. Ursprünglich hatte ich es bei Amazon gesehen (ich schwöre, das ist Zufall, dass ich heute davon häufiger erzähle).
Die Bewertungen waren allerdings nicht sehr berauschend und überhaupt ist mir ja quasi auf die Fingerknöchel "das kann ich auch selbst" geschrieben.

Deshalb zog ich damals mit Fahrrad in ähnlicher Hitze los, um Album, Sprühkleber und Stoff (bei Karstadt zum Verzweifeln...) zu finden. Es muss übrigens NICHT genäht werden... Lang lebe der Kleber!


Das Beziehen hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass ich direkt danach noch einen Ordner gekauft habe. Um darin Stoffmuster oder ähnliches aufzubewahren, sobald ich ihn mit selbstverständlich selbst gestempeltem Stoff beklebt hätte. Also... den Ordner habe ich. Und Stempelplatten musste ich auch unbedingt sofort kaufen. Aber nun flackt das fröhlich in einer Umzugskiste unter dem Titel Bastelkram, nachdem es ein gutes dreiviertel Jahr in der Ecke lag...

Wir sind nämlich wieder weg aus Bad Aibling... Nach Berlin hat es uns nach anderthalb Jahren Bayern gezogen. Nur noch nicht so 100%, wenn ihr versteht... Wer zufällig von einer schönen Wohnung mit Bastelzimmer irgendwo rund um Mitte weiß, darf sich gern mal melden. Bitte Altbau. Die Wohnungssuche soll ja schließlich richtig schwierig werden, also mit Dielen und hohen Decken und so :)

Das Album ist recht schnell gemacht. Insgesamt würde ich 1h veranschlagen.

Freitag, 24. Juni 2016

FMF: Wie macht man Schultern schmaler?

Ihr habt im Sale/auf dem Flohmarkt/bei der Mutti/einfach so eine Jacke gefunden, die ganz nett aussieht, aber deren Schultern an euch nicht so richtig gut sitzen?



Nachdem ich bei meiner Mantelverkleinerungsaktion großspurig angekündigt hatte, demnächst mal eine Schultern-enger-machen-Anleitung zu liefern, kamen doch hin und wieder Fragen, wie das denn nun funktionieren würde.
Deshalb heute beim Fragt mich Freitag: Wie ändere ich die Schulterbreite bei bestehendem Kleidungsstück wie Blazer, Sakko oder dünnem Mantel.


Mein eigener Blazer liegt seit 2 oder 3 Jahren mit einigen Stecknadeln und Heftnähten auf dem Wenn-mal-Zeit-ist...-Stapel und wartet auf Vollendung. Daher an dieser Stelle nur die Theorie mit Bildern und einem fast Endergebnis. Ich schätze, die Technik eignet sich, um die Schultern 1-2 Größen zu schrumpfen.

Montag, 6. Juni 2016

Something blue... aber dunkeldunkeldunkelblau!

Strumpfbänder für Hochzeiten haben nicht wirklich eine tragende Funktion, oder? Also ich meine, die halten nicht wirklich irgendwelche Strümpfe, sondern sehen einfach nur mehr oder weniger gut aus und sorgen in den meisten Fällen dafür, dass die Braut ihr "etwas blaues" bei sich hat...
Da mir Dunkelblau eh viel besser gefällt und die üblichen Strumpfbänder zu rüschig und nicht ohne 90er Jahre Flair daher kommen, habe ich mein Strumpfband selbst zusammengenäht.

(Wie ich vielleicht schon erwähnt hatte, oder aber auch über Instagram durchgesickert ist, habe ich letztes Jahr im September geheiratet. Dafür hatten wir einiges selbst gemacht...
Ich werde jetzt einfach hin und wieder ein paar Anleitungen oder inspirierende Fotos hochladen, ohne das hier direkt als Hochzeits-diy-blog ausarten zu lassen... )


Leicht vintage-inspiriert kommt mein Strumpfband daher. Garantiert ohne fixierende Funktion, da meine Spitze keine Haftstreifen besaß, und Versuche mit der Klebepistole diesen Mangel auszugleichen, unerfolgreich waren... Dafür habe ich dann einfach zur Sicherheit Fashiontape genommen und die Spitze an mir festgeklebt. Ich hab schon eine Braut mit Strumpfband um die Knöchel beim Auszug aus der Kirche erlebt. Das wollte ich mir beim Laufen ersparen...


Der zeitliche Aufwand richtet sich vor allem nach der Anzahl an aufzunähenden Schmuckelementen und der Fingerfertigkeit beim Handnähen. Ich würde mal eine entspannte Stunde veranschlagen, aber man kann auch wesentlich schneller fertig werden. DIY- Level: Also-der-Faden-gehört-durch-das-Nadelöhr?

Mittwoch, 18. Mai 2016

Dressing Downton- Ausstellung in Chicago

Ende Februar hatten wir einen kleinen USA-Urlaub gemacht und dabei Chicago und New York ein wenig erkundet. (An dieser Stelle sei eher zu einem Besuch im Frühling geraten. Wettertechnisch war es okay, aber wärmer wäre auch nicht schlecht gewesen...)
Ursprünglich wollte ich das Driehaus-Museum gar nicht besuchen. Als ich aber ein großes Plakat zur Downton-Ausstellung gesehen habe, hat mein Chamäleongesicht (mit angezogenen Schultern und ganz viel Doppelkinn) meinen Sinneswandel verraten.
Bevor ich euch meine Schnappschüsse zeige, lernen wir alle nochmal artig Downton sagen... Ist da etwa noch ein weiteres "w" kurz vor Schluss? Nein. Also heißt es "Dauntn" und nicht "Dauntaun" wie in Downtown Manhattan. So denn, liebe Lords und Ladies, jetzt können wir weitermachen...

The Dowager Countess Violet Crawley; Earl of Grantham Robert Crawley, Lady Cora Crawley, Staffel 1

Ausgestellt waren Kleidungsstücke aus allen Bereichen von Downton. Sowohl toll verzierte Abendroben der Damen, aber auch Jagdanzüge für die Herren. Trotzdem hätte ich mir das ein oder andere Kleidungsstück aus der Serie noch dazu gewünscht.

Wer mag, darf gern die Kopfhörer einstöpseln und beim Betrachten der Bilder den Soundtrack zur Serie hören. Für ein Tässchen Tee ist sicherlich auch noch Zeit...


Die Ausstellung wurde übrigens noch bis zum 29. Mai 2016 verlängert. Danach zieht sie für 2 weitere Jahre durch die USA. Wer allerdings noch demnächst in Chicago sein wird, dem kann ich den Besuch im Driehaus-Museum sehr empfehlen. Das Gebäude ist um die Jahrhundertwende erbaut und reich verziert worden. Auf Fotos wirkt der Hintergrund dadurch leider etwas unruhig und ablenkend. Man bekommt aber dafür eine richtig gutes Gefühl, wie es damals wohl so war, mit den feinen Kleidern im sitting room zu verweilen. 

Treppenverzierung und Eingangshalle

Zur Ausstellung bekommt man neben dem Audioguide ein Heft, in dem die Ausstellungsstücke mit Informationen zur Kleidung und dem Hintergrund dazu hübsch dargestellt sind.

Lady Edith, 2. Staffel- Leinenjacke mit kontrastierenden Samt Akzenten

Ich finde die Jacke wahnsinnig schön. Eine sehr elegante Länge und ein figurschmeichelnder Schnitt.

Lady Edith, 2. Staffel- Wollcord Hose
Tom Branson, 1. & 2. Staffel- Twill, Leinen und Tweed

Ach war die Chauffeur-Uniform herrlich dunkelblau und adrett. Da kommt man direkt wieder ins Schmachten für Lady Sybil und Branson.

Freda Dudley Ward; Madelein Allsopp; Cora Crawley, 4. Staffel

Zu Lady Roses Debüt am Hof in London gab es meiner Meinung nach die schönsten, ausgestellten Kleider. So herrlich pastellig und mit Perlenstickereien ohne Ende. Lady Coras Kleid hat die typisch niedrige Taille und ist aus Samt gefertigt. Originale Spitzen- und Perlenverzierungen aus den 20ern wurden mit Strasssteinen und anderen Verzierungen ergänzt.

Freda Dudley Ward; Madelein Allsopp, 4. Staffel

links: Seidengeorgette mit Silberperlen aus den 20ern und neuem Satinfutter, um mehr Stabilität zu gewährleisten. 
rechts: speziell für die Folge gefertigtes Kleid aus Seidensatin und applizierten Perlensträngen.

Cora Crawley; Robert Crawley, 2. Staffel

Der obere Teil des Kleides hat mir extrem gut gefallen. Die Verzierungen in Form von Perlenstickereien und Spitze wurden früher häufig wiederverwendet, wie es wohl bei dem oberen Panel der Fall sein soll. Mit der dunkelgrünen Samtjacke wirkt das elfenbeinfarbene Kleid etwas angezogener, aber dennoch sehr edel.
Die rote Uniform basiert auf einer 1912 Indian Guides officer's uniform und sollte traditionell zu Mahlzeiten in der Offiziersmesse getragen werden.

Cora Crawley, 2. Staffel

Will you look at that. gaaaa. Wunderschöne Stickereien.

Lady Mary, 2. Staffel

Ebenfalls wunderschön bestickt. Das Kleid ist nicht sehr tailliert und deutet die kommenden, loseren Silhouetten der 20er an. Durch das geometrische Muster wird man an den Art Deco Stil erinnert.

Lady Mary, 2. Staffel 

Ein paar Detailaufnahmen der tollen Stickereien. Mit den helleren Perlen zum Saum hin entsteht eine Art Ombré Effekt.

Lady Cora, 3. Staffel

Das Kleid wurde aus einer Tischdecke aus den 1920ern genäht. Upcycling, anybody? Getragen wurde es zu Lady Edith's Hochzeit. Ich muss sagen, die Anordnung der floralen Panele und die Länge des Mantels gefallen mir ziemlich gut. Vielleicht finde ich ja auch demnächst mal einen schönen Tischläufer :P

Driehaus Fliesen

In diesem Gebäude wurde wirklich an nichts gespart. Alles war verziert und langweilige Flächen gab es eigentlich nirgends.

Lady Sybil, 1. Staffel; Lady Mary, 2. Staffel

Lady Mary hat mich da nicht gerade umgehauen, aber Sybil ist mit dem Baumwolle und Seide Anzug und dem Strohhut ganz süß. Marys Mantel ist aus einem Wollstoff mit Samtbesatz, der Filzhut wird von einem Seidenband verziert.

Thomas Barrow footman's uniform; Housekeeper Elsie Hughes, Staffel 1

Die footman's uniform wurde aus Woll- und Baumwollstoff gefertigt. Upstairs galten sie als Aushängeschild der Familien und mussten deshalb Downstairs Ärmelschoner über ihrer Kleidung zum Schutz tragen. 
Mrs. Hughes Kleid war weniger schlicht als gedacht. Trotzdem war die Kleidung der Bediensteten wesentlich einfacher und praktischer gehalten, als die der Obrigkeit.

Dowager Countess; Martha Levinson, 3. Staffel

Mantel aus Ausbrenner Seidensamt im Art Deco Stil mit reichen Verzierungen. Martha Levinson ist die Mutter von Cora und eine reiche Amerikanerin. Wo die Briten reserviert sind, zeigt sie gern, was sie hat. Wobei Lady Violet hier ähnlich opulent verziert angezogen ist. Coras Mutter hingegen tritt moderner auf.

Dowager Countess; Martha Levinson, 3. Staffel

Abendkleid aus blass-olivfarbenem Satin mit schwarzem Chiffon Überkleid. Mein Heft meint, die Vorderseite zeige eindeutig japanische Inspiration... Ich sehe irgendwie Mondsicheln und Blumen... Wobei... Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, führt mich das direkt zu Sailor Moon und dann wären wir auch schon bei Japan. Der Kleidungsstil von Lady Violet ist generell sehr der Edwardian Periode angelehnt. Immer hochgeschlossen und mit Korsett. Dieses Kleid soll wohl aber von der typischen S-Form durch das Korsett abweichen.

Insgesamt habe ich doch recht viel Zeit in der Ausstellung verbracht... und hätte am liebsten alles angegrabbelt. Ich habe bei weitem nicht alle Ausstellungsstücke fotografiert. Wer also selbst entdecken möchte, wurde gerade noch nicht total gespoilert.

Herrschaften, die das volle Downton-Erlebnis möchten, können sich im Teezimmer noch von hübsch angezogenen, häubchentragenden Dienstmädchen bewirten lassen. Aber den Ausgeh-Hut nicht vergessen ;)


Am Abend war ich dann in einem Stofflager und habe mir aufgrund mangelnder Zeit nur Strass-Applikationen auf Mesh gekauft... Wie ich dazu wohl inspiriert wurde ;)

Dienstag, 26. April 2016

Yay or Nay- Burdastyle Voting

Erinnert ihr euch noch an das Flatterkleidchen, welches ohne Schnittmuster auskommt?
Ich habe mich damit jetzt mal bei dem Burdastyle-Talent Wettbewerb angemeldet. Nun geht es in die letzte Abstimmrunde, und ein paar Stimmchen könnte ich bis Ende der Woche noch gebrauchen.
Ich bin kein Fan von "hier mach ich mit, also stimmt bitte bitte bitte für mich ab". 
Vielleicht gefällt euch ja aber mein Kleid auch einfach so und ihr lasst euch von dem Pseudogebettel nicht abschrecken. Ich würde mich jedenfalls über eure Stimme freuen. Meinen Beitrag findet ihr hier.
(Mobilisierung von Freunden und Bekannten wird nicht entmutigt. Virtuelle Kekse und Tee für alle)

Dienstag, 29. März 2016

Kindle und Tolino Cover inkl. Schnittmuster

Man ist ganz schön aufgeschmissen, wenn der eigene Drucker/Scanner die Füße hochgemacht hat und man aufgrund des anstehenden Umzugs keine Lust hat, einen Ersatz zu bestellen, den man dann ja rumtragen müsste...

Nun aber teile ich mit euch meine Schnittmuster für E-Reader, die Briefumschlägen nachempfunden sind. Vielleicht habe ich für die Erstellung auch einen Briefumschlag zerstückelt... vielleicht auch nicht...


Das Schnittmuster ist eine gute Basis, um weitere Details anzufügen. Man könnte den Außenstoff zum Beispiel nett colourblocken, sodass die Klappe eine andere Farbe hat.



Bei meiner blauen Tasche habe ich mich erst später für die Wildlederapplikation entschieden, weshalb sie doch sehr nachträglich angebracht aussieht. Sinnvoller wäre es, solche Details vor der Hochzeit mit dem Futterstoff aufzunähen und dadurch die Kanten im Inneren des Stoff-Sandwichs zu verstecken. So habe ich mit Stoffkleber gearbeitet, um keine weiteren Nähte auf dem Cover zu verursachen.
Die Tolinoversion rechts war für meine Freundin gedacht. Der E-Reader auf dem Foto ist daher nur mein Kindle und dient grob zum Größenvergleich...


Natürlich sind auch andere Schließmechanismen möglich. Ich wollte aber keine Druckknöpfe, die beim Zudrücken vielleicht das Display beschädigen. Klettverschluss lässt sich so schön schnell und faul öffnen und schließen.

Die Schnittmuster sind für den Kindle (Paperwhite) (ca. 170 x 120 mm) und den Tolino Shine 1
(ca 180 x 120 mm) gemacht. Anscheinend sind die aktuelleren Tolinos so ziemlich gleichgroß wie die Kindle-Geräte. In dem Fall würde ich das Kindle-Schnittmuster empfehlen.
Für die Tolinotasche meiner Freundin habe ich hinten noch ein Reißverschlussfach eingefügt. Das sieht wesentlich schwieriger aus, als es tatsächlich ist. Also können sich durchaus auch Anfänger herantrauen. Sofern man schon halbwegs gerade nähen kann ;) Dafür ist das Schnittmuster des Tolinos etwas größer gehalten.
Möchtet ihr bei dem kleineren Schnittmuster ebenfalls eine Tasche für einen kleinen Block und Stift einfügen, solltet ihr es etwas großzügiger zuschneiden.

Die Taschen sind schneller genäht als gedacht. Je nach hinzugefügten Details kann man innerhalb von guten 2 Stunden fertig werden.

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