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Dienstag, 12. Mai 2015

HiLo Shirt mit Reißverschluss am Rücken

Ich habe echt ein Händchen dafür, mit möglichst viel Schwarz zu nähen. Nicht auszudenken, es könnte ja eventuell jemand mal was auf den Bildern erkennen...
Aber ich mag es halt nicht so bunt...
Neulich erst bekam ich zu hören, dass es ganz schön weiß und unfarbig in unserer Wohnung wäre, woraufhin ich dann erstmal meine türkis-pinke Arielledecke ausgepackt habe, um den Gegenbeweis anzutreten. 
Aber neben Dunkeldunkeldunkelblau und Cremetönen gibt es hier eigentlich tatsächlich nur freundliches Grau :)
Der Soff war mal wieder ein typisches Beispiel von Kaufrausch im Sale. Zum Glück habe ich aber mal auf die Rückseite geschaut, weil die eigentlich ganz nett strukturiert war. Die Vorderseite hingegen war halb gerippt, halb was-hast-du-dir-dabei-nur-gedacht?!-sieht-das-billig-aus!
Mit dem Ergebnis bin ich jetzt trotzdem zufrieden.

Das Oberteil hatte ich schon vor Ewigkeiten fotografiert und in der Zwischenzeit sogar nochmal ein wenig nachgebessert. Den Schnitt hatte ich nämlich von einem übergroßen T-Shirt abgenommen, was sich dann einfach an den Schultern bemerkbar gemacht hatte. 
Um die zu stark überschnittenen Schultern näher zusammenzurücken, habe ich mich an diesen Pin erinnert... Für alle Nachmacher empfehle ich einen längeren Reißverschluss, der erst in der Mitte vom Rücken endet. Der Reißverschluss an sich hat bei meinem Pulli keinerlei echte Funktion. Man könnte ihn zwar öffnen, aber deshalb ändert sich nichts anders Weite vom Oberteil. (Wäre natürlich auch möglich...)
Meine nachträgliche Änderung gestaltete sich nämlich eher fitzelig. Mit einem Reißverschlussfuß musste ich mein bestes geben, um den Abnäher vom Reißverschluss 4 cm in Richtung Saum hin möglichst unsichtbar zu gestalten.
Dafür mag ich das Schulterdetail vorn. Ich hatte mich gegen die übliche Naht direkt auf der Schulter entschieden und sie stattdessen nach vorn gerückt und etwas abgeschrägt.

Freitag, 17. April 2015

Wer nimmt mich mit zum Stoffmarkt?

Da war es die letzten drei Tage wunderschön frühsommerlich, sodass ich meine Mittagspausen auf der Terrasse in der Sonne verbringen konnte, aber so bald ich einen Tag frei habe BAAAM: trauriges Nieselwetter.

DIY Tupfen Jeans für den inneren Chemienerd
Mit den Sonnenstrahlen kam auch meine Nählust zurück. 
Ich habe noch so viele Chiffon- und Viskosestoffe vom letzten Sommer, die auf Verarbeitung warten. Vorher muss ich aber erst einmal planen und mich entscheiden... Wenn man den Stoff dann zugeschnitten und vernäht hat, kann man ja logischerweise nichts anderes mehr daraus machen. Und manchmal ängstigt es mich, dass ich dadurch dem Stoff die Möglichkeiten nehme, etwas anderes zu werden. Was, wenn ich doch eher ein Top mit Schößchen brauche?!! Was dann???
Daher wachsen meine Stoffschubladen immer weiter...
Außerdem gab es neulich den Stoff heruntergesetzt, der mir vor einem Jahr so gut gefallen hatte, dass ich beinahe mal 18€ pro Meter für bedruckte Baumwolle ausgegeben hätte. ehehehe, hat sich das Warten doch gelohnt...

In Sachen Stoff bin ich außerdem gerade auf der Suche nach schönem Tüll oder Seidenorganza für einen fluffigen Petticoat. Habt ihr vielleicht einen Tipp, um im Großraum München solche Stoffe zu kaufen? Sicherlich kann man die auch prima online bestellen, aber mit Futter und eventuell noch passender Spitze würde ich viel lieber alles persönlich angrabbeln und Farben vergleichen... Oder könnt ihr mir einen super Stoff empfehlen, der auch für einen 50er Jahre Petticoat geeignet ist: Halbwegs steif, möglichst knitterfrei und eventuell färbbar?

Schwarzen Softtüll habe ich zufälligerweise hier im Ort super günstig bekommen. Ich weiß gar nicht, ob ich davon schon mal berichtet hatte, aber das Angebot ist einfach zu gut, um es nicht noch einmal zu erwähnen. Irgendwann hat es hier wohl mal eine Tüllfabrik gegeben -warum, oh warum ist die jetzt geschlossen?!- und der örtliche Stoffladen hat die Reste aufgekauft. Ich habe 50 m Tüll für 5 € bekommen. Oh ja! 10 cent pro Meter! Bei dem Gedanken bekomme ich direkt wieder Herzchenaugen.

Am Sonntag ist übrigens in Freising der Stoffmarkt Holland, der sich eigentlich immer lohnt. Wenn mich einer in Aibling abholen kommt, bin ich gern zu einem Spontanbesuch bereit :) Schließlich kann man dort herrlich viele Stoffe angrabbeln.
Auf dem Rückweg könnten wir dann vielleicht noch ein oder zwei neue Schubladen abholen fahren?

DIY Lampe, Inspiration von the 3 R's
Genug von Stoff -also eigentlich hat man natürlich nie genug Stoff, aber- weiter im Blog.
Da ich einfach nicht mehr so viel Zeit für neue Anleitungen hier auf dem Blog habe, bin ich jetzt auch bei Instagram zu finden. Dort gibt es nun auch mal zwischendurch Bilder von alten und neuen Projekten oder Alltäglichem, sodass sich hier wenigstens ein bisschen was tut. Wenn auch nur in der Seitenleiste...

Wie hatten wir uns jetzt mit dem Trip nach Freising geeinigt?

Donnerstag, 19. März 2015

Ringe aus Schmuckdraht und Perlen

Anfang des Jahres war ich mal wieder im schönen Thüringen. Natürlich war auch ein Kleine Gang Besuch angesagt, wo mir der Ring einer Freundin auffiel. Johanna trägt immer hübschen, außergewöhnlichen Schmuck, und ihren Ring hatte sie mal wieder selbst gemacht. 
Angefixt von ihrem Schmuckstück wollte ich natürlich auch Ringe basteln.
Also sind wir an einem Samstag nach dem Ausschlafen circa eine Stunde vor Ladenschluss im Glashüpfer in Jena gewesen und haben gestöbert und gebastelt.
Dort liegen nämlich auch Werkzeuge aus, sodass man gleich vor Ort ans Werk gehen kann.
Aaaaach was hab ich mich angestellt... Als hätte ich noch nie in meinem Leben irgendwas gebastelt. Unangeleitet hatte ich direkt den Draht gänzlich falsch durchgezogen (ja, das geht), und durfte dann noch einmal puzzeln und fiddeln.
Die Quetschperlen fand ich auch sehr furchteinflößend. "Johanna, mach' ich das hier richtig?? Und jetzt?? Einfach draufdrücken?! Ach, mach du lieber! Ich mach dann die nächste oder so..."

Deswegen sind wir zum Ende auch fast rausgeschmissen worden. Schließlich habe ich so lange zum Aussuchen gebraucht -und noch viel länger, bis Johanna meine Ringe gebastelt hatte- da war plötzlich schon Ladenschluss. Die Ringe waren natürlich viel schneller gebastelt als ausgesucht...

Man nimmt ja nicht sofort alles mit, was einem gefällt...

Hier die wichtigsten Grundregeln beim Stöbern:
Zu erst macht man eine Runde durch den Laden und verschafft sich einen Überblick. DANN läuft man noch einmal rum und legt ein paar Perlen in sein Schälchen. Nach dieser Runde merkt man plötzlich, dass man zu wenig Steinchen hat und erweitert seine Auswahlkriterien in der anschließenden Runde. Wenn man danach am Tisch sitzt und vor sich hinpuzzelt, was so zusammenpassen könnte, fällt einem natürlich noch ein, wonach man noch gezielter suchen könnte. Also folgt Runde Nummer vier.  Und dann müssen selbstverständlich die aussortierten Perlen wieder zurück gebracht werden...
So unter Ladenschluss-Stress war ich mir meiner endgültigen Wahl nicht 100% sicher, aber bei ungefähr 1,5€ pro Ring kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Mein Lieblingsring ist mittlerweile der mit dem silbernen Draht und den goldenen (Quetsch)Perlen. Ich war mir am Anfang nicht sicher, wie Gold und Silber zusammenpassen würden. Aber jetzt denke ich immer an Prinzessin Serenity, wenn ich ihn ansehe, und höre die Shiny Make-up Melodie. Und viel mehr kann ein Ring eigentlich nicht erreichen, oder? 

Zwischenzeitlich wurde ich schon mehrfach auf die Ringe angesprochen, was natürlich immer schön ist. Schließlich möchte ich nichts machen, was nach "Mutti bastelt mit den lieben Kleinen" aussieht... Einmal wurde mir sogar beim Bezahlen an der Kasse einfach die Hand festgehalten und erst im Tausch gegen Informationen freigegeben ^^

Angenommen man hat schon alle Steinchen und Quetschperlen zusammen, und stellt sich nicht wie der letzte Depp an, kann man in 5 Minuten locker einen Ring basteln.

Montag, 23. Februar 2015

Inspiration gefällig?

Fühlt sich hier jemand in seinem täglichen Internet-Programm noch nicht ausgelastet und könnte einen weiteren Blog in seiner Leseliste vertragen?
Deko-DIY-Anleitungen, Wohn-Inspiration und Einrichtungs-Tipps findet ihr zum Beispiel auf roombeez.

Schon das Layout spricht meinen inneren Hipster-Chemie-Nerd an. Hurra für Sechsecke oder halt chemischer: Benzolringe (mal ganz ehrlich, "Benzen" wird sich nicht durchsetzen... oder habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?)

Ähnlich polygonal kommt diese kleine Tillandsien-Behausung aus Beton daher.

Wem Beton-Wohnaccessoires gefallen, dem kann ich außerdem Ynas Blog an's Herz legen. Demnächst gibt es von ihr sogar ein Buch mit DIY Anleitungen aus Beton.
Zu minimalistisch eingerichteten Wohnungen passen diese kleinen, grauen Geometrie-Objekte meines Erachtens richtig gut...

Ich selbst bin kein Weintrinker, sofern der Zuckeranteil nicht unverschämt hoch ist, aber bei diesen umgestrichenen Weinkisten würde ich es mir fast wünschen.
Bastelutensilien oder Stoffe könnte man sicherlich ebenfalls sehr hübsch darin aufbewahren... Wobei ich mich absolut nicht weißen Schüsselchen mit Goldrand oder monochromatischen Tassen mit geometrischem Muster verwehren würde. Tassen kann ich sowieso nie genug haben. Tee geht einfach immer, egal zu welcher Tageszeit und unabhängig von der Gemütslage... Falls jemand mitschreibt und Geburtstagsgeschenke sucht: Schwarzen Darjeeling bitte ;)

Zum Schluss zeige ich noch etwas für mich unerwartet Buntes:
Aber die oma-esquen Blumenmuster und die Form der alten Lampenschirme sollten die untypischen Farben wieder ausgleichen. Sooooo furchtbar grell sind die Farben ja auch gar nicht...
Wie es der Zufall so will (und meinem Freund so gaaaaar nicht gefällt), hatte ich vom Sperrmüll eine alte Stehlampe in ziemlich ähnlicher Form gerettet und schon den wunderschönen, staubigen Fransenüberzug abgerupft. Nun wartet ein Drahtgestell auf ein neues Gewand. Diese Bezüge sehen schon recht aufwändig aus, aber die Lampe in der Mitte ist ja fast dunkeldunkeldunkelblau und das lockt mich ganz schön....

Die gezeigten Fotos gehören roombeez und wurden mit Genehmigung verwendet.

Freitag, 20. Februar 2015

Wunderland: Herzkönigin

Den königlichen Abschluss bildet unsere Herzdame.
Farblich hat sie sich ein wenig an der Trickfilmvorlage mit Schwarz, Rot und Gelb orientiert, wobei ich ihr den Rock aufgeschwatzt habe...
Die Kostüme nutze ich gern als Testläufe für richtige Kleidung ohne Schnittmuster. Dieses Mal wollte ich Megan Nielsens Cascade Skirt ausprobieren. 
Mir ist klar, das improvisierte Schnitte nicht die gründlich getesteten Vorbilder ersetzen können, aber im Moment bin ich nicht so pingelig, was Fadenlauf und so was alles angeht...
Der untere Teil des Kostüms besteht eigentlich aus zwei Wickelröcken. Darüber befindet sich ein einfach Tanktop, welches mit ein paar meiner Isoband-Herzchen beklebt und mit einem Stoffrest an den Trägern umwickelt wurde.
Krönchen, Aufgeklebtes Herz und ein paar lange Handschuhe machen die Herzkönigin als solche erkennbar. Außerdem hat sie einen Igel zum Croquetspielen dabei, der kurzerhand ein bisschen Gummilitze an den Bauch bekommen hat, um am Handgelenk befestigt zu werden.
Damit der arme Igel als Ball fungieren kann, braucht die Herzkönigin natürlich auch einen Flamingoschläger. Der Flamingo heißt übrigens Udo und hat anschließend ein kleines Abenteuer durchlebt.

In diese Welt kam er mit einer Wirbelsäule aus einem Besenstiel, einem Körper aus Hasendraht, Haut aus Pappmaché und Füßen aus Schaumstoff mit Zweigen. 
Alle mochten Udo; er war sofort Sympathieträger. 
Als wir dann die Fotos vom Kostüm knipsten und Udo kurz am Treppengeländer warten ließen, hat er sich still und heimlich auf die Reise gemacht... Untröstlich war die Herzkönigin; fragte unter den Anwesenden nach Augenzeugen, doch Udo blieb vermisst.
Wir hatten ihn schon längst aufgegeben, als wir an einem Abend 4 Monate später in der VoKü in Jena saßen. Unsere Herzkönigin bestellte sich etwas zu trinken und bekam mächtig Herzklopfen, als sie vollkommen überraschend Udo an der Bar wiedererkannte.
Im Gespräch mit den Betreibern stellte sich heraus, dass Udo wohl auf dem Sperrmüll gefunden wurde und seit 2 Wochen in der VoKü lebte.

Bestärkt durch unsere Ermutigungen, und erfüllt von Adrenalin und Wiedersehensfreude, griff unsere Herzkönigin zu, und nahm Udo wieder zu sich. Vorher hatten wir sämtliche Bastelbilder auf unseren Handys zusammengesucht, um den rechtmäßigen Besitz zu untermauern.
Kurzzeitig wurde sogar überlegt, ob für Udo eine Facebookgruppe gegründet werden sollte, um ihn auf Reisen zu schicken, und mit vielen Fremden Fotos zu machen.

Letztendlich kam er aber wieder nach Hause. Nicht jedoch, ohne noch einmal am selben Abend verloren zu gehen. Beim Fahrradabschließen wurde er vergessen und als die Gute dann panisch zurückgerannt kam, um nach dem Flamingo zu suchen, hing er wartend in einem Baum...

In den darauffolgenden Wochen hatte er einige Cameo-Auftritte auf Bildern der Kleinen Gang. Beim Shoppen, beim Wandern, beim Spieleabend: Udo war wieder da!
Als Souvenir seiner Reise behielt er nur ein kleines Halsband.

Für das Kostüm sollte man inklusive Udo 5 h einplanen (Trockenzeit abgezogen).

Donnerstag, 19. Februar 2015

Wunderland: Kartenmensch

Heute geht es weiter mit meinem Kartenkostüm.
Wer sich an die Geschichte erinnert, weiß sicherlich, dass Alice auf Kartenmenschen trifft, welche die weißen Rosen rot malen müssen. Dafür habe ich weiße Kunstblumen mit Acrylfarbe angemalt. Wobei mir relativ spät auffiel, dass man vielleicht auch sehen sollte, dass die Rosen angemalt wurden und nicht von vornherein rot waren...
Die Idee für das Kartenkorsett habe ich auf Pinterest gefunden und abgewandelt. Man kann sich durchaus gut darin bewegen und es hat mich nicht eingeschränkt. 
Ich könnte mir vorstellen, dass man das Korsett auch zu einer Art Rüstung für die Herren der Schöpfung umwandeln könnte...
Nach der Party habe ich das Kartenkorsett in der örtlichen Facebook Flohmarktgruppe angeboten und viele positive Rückmeldungen erhalten. An dem Abend der Party war das allerdings nicht so, was ich jetzt einfach mal auf den Zeitpunkt meiner Ankunft schiebe...
Wie schon erwähnt, kam ich mit der Grinsekatze etwas viel später. Aber dafür kamen wir äußerst aufmerksamkeitserregend. Auf dem Gepäckträger von Amy Farrah Fahrrad sitzend klammerte ich mich an die lenkende und demmelnde Grinsekatze. Natürlich war das schon schwer zu übersehen, schließlich war zu der Zeit nicht gerade Fasching und ihr angemaltes Gesicht weithin sichtbar. Damit sich aber auch wirklich alle nach uns umdrehen würden, hatte ich zuvor die Bremsen anziehen lassen, die dann wohl doch zu eng gestellt waren, sodass pro Reifenumdrehung zwei Quietschlaute ertönten. Begleitet von "Oh Mann, ist das peinlich" "hihihihi" und "Guten Abend allerseits" rollten wir also lautstark zur Mottoparty.
Mein "Farbeimerchen" war ein mit Alufolie beklebter Joghurteimer, den ich ebenfalls mit Acrylfarbe angemalt hatte. Um als Tasche für den Abend zu fungieren, habe ich ein Reststück roten Stoff genommen und einen kleinen Beutel genäht. Auf diesen Bildern nur schwer zu erkennen, sind die kleinen Kartenohrstecker, die ich aus übrig gebliebenen Herz Ass Karten gemacht habe.

Für das Kartenkostüm braucht man ca. 3-4 h.

Dienstag, 17. Februar 2015

Wunderland: Grinsekatze

Mwrauuuu macht die Grinsekatze, "wo kommen denn die ganzen Fusseln her?!" macht der Rest...
Den petrolfarbenen Flusenstoff fanden wir bei Alfatex als "Modestoff". Wobei ich mir echt an den Kopf fassen möchte, wer so ein derbes 90er Flashback zum Beispiel in Form eines Pullis erleben will und auf diesen Stoff für die tägliche Garderobe zurückgreifen mag...
Spätestens nach dem Nähen wäre das Kleidungsstück wohl in einer Tonne verschwunden, da man auch noch Monate später Fusseln wiederfindet... Deshalb wird das Kostüm übrigens auch nur in einem ausgefeilten Kostüm-in-Tüte-in-zweiter-Tüte-System transportiert und nach Möglichkeit nicht innerhalb von Gebäuden angezogen...
Neben den aufgenähten, asymmetrischen Fusselstreifen wird das graue T-Shirt auf der Brust von weißen Pannesamtstreifen geziert, die bloß aufgeklebt wurden. Ab und an schälte sich eine Seite dann mal ein wenig ab, was aber als Anlass für Körperkontakt und second base-Tatschereien genutzt wurde. Also Win/Win für alle Beteiligten... 
Theoretisch könnte man dieses Kostüm auch ganz ohne Nähmaschine bewältigen.
Wenn ich euch jetzt noch verrate, dass die Grinsekatze mit mir zusammen im Zug zur Party angereist ist, (da wir noch bei Konzerten in Erfurt waren) und sich während der Fahrt angemalt hat, ist das gleich noch viel beeindruckender, oder? Und überhaupt sitzt der Lidstrich auch erst richtig gut, wenn der Zug in der Kurve bremst und in der Dunkelheit unvorhersehbare Lenkmanöver startet ;) 
Die Schminkerei wurde natürlich fröhlich von den angetrunkenen Fahrgästen verfolgt, die auch von einem Konzert kamen. Währenddessen musste ich "Oh nein, wie peinlich, soll ich das jetzt wirklich machen?" mit Engelszungen und "Aaaaaaach, klar. Hinterher erkennt dich eh keiner! Das wird bestimmt suuuper" bestärken... Jetzt kann ich es ja sagen: Ich hätte mich selbst nicht getraut, vor allen Leuten die bunten Farben rauszuholen :P

Das Kostüm war ein wenig fiddelig zu nähen, obwohl es auf einem T-Shirt basiert. Trotzdem würde ich insgesamt 2-3 h veranschlagen. Angemalt ist das Gesicht mit ein wenig Übung in  20 Minuten.

Montag, 16. Februar 2015

Wunderland: Hutmacher

Beim Aussuchen der Klamotten für den Verrückten Hutmacher hatten wir fast den meisten Spaß. (Vielleicht nur übertroffen von der Fusseligkeit der Grinsekatze, die uns allen für sehr lange Zeit noch Freude bereitet hat...)
Natürlich waren wir wieder im Secondhandladen unterwegs, um nach Jackett und Hose zu schauen.
Wundersamerweise hat JEDES Kleidungsstück super gepasst; unabhängig von Konfektionsgröße und  ob es sich um Damen- oder Herrenkleidung handelte. Daher trägt unser Hutmacher ganz stolz eine gestreifte Damen-Kordhose, die wir ein wenig auf Hochwasserlänge getrimmt, und an den Knien etwas schmaler genäht haben, um eine leicht ausgestellte Form zu erhalten.
Ein kariertes Hemd drunter, eine große Fliege im 90er Jahre Muster, gestreifte Strümpfe und Schuhe mit Blumenmuster vervollständigen den Mustermix.

Den größten Wiedererkennungswert hat natürlich der Hut, den alle an dem Abend mal aufsetzen wollten...

Unser Verrückter Hutmacher folgte dieser Anleitung für den Tim Burton-artigen Zylinder. Zeitlich sollte man für den Hut ca. 3-4 h investieren. Den Rest des Kostüms schafft man, in einer weiteren Stunde anzupassen.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Wunderland: Weißes Kaninchen inkl. Schnittmuster

Unser Maskenheld hat sich mal wieder selbst übertroffen... Ich persönlich finde ja Tiermasken schnell mal gruselig. Und das ist ihm da auf jeden Fall auch gelungen! Dem Kaninchen möchte man fast nicht folgen...
Aber irgendwie dann doch; um zum Beispiel die Maske von Nahem zu sehen und die Ohren mal wackeln zu lassen.
Da ihr jetzt von der Vorarbeit vom gang-eigenen Maskenmensch profitieren könnt, lässt sich die Maske auch einigermaßen schnell basteln. Ich würde auf 1-2 h Arbeitszeit inklusive Ausdrucken des Schnittmusters tippen.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Wunderland: Alice

Auf der Mottoparty gab es mindestens drei Alices... Alicen? Alicechens?? Viele halt!
Aber nur unsere war so liebreizend im Auftreten, mit Accessoires in essbarer Form ausgestattet, und in einem nicht gekauften Kostüm unterwegs. Also war die Konkurrenz schnell bei Seite gewischt ;) Reden wir uns jedenfalls ein... Stoffe, die nicht typisch karnevalsmäßig glänzen wirken einfach 24601 mal besser... see what I did there? ehehehe 
Neben dem secondhand Kleid als Basis braucht man noch eine weiße Strumpfhose, schwarze Ballerina, eine blonde Perücke und einen Haarreifen, den man mit blauem Satinband umwickelt und mit einer Schleife verziert.

Je nach Ausgangsmaterial braucht man für das Kleid vielleicht 1-2 Stunden. Die Schürze ist auch recht schnell genäht und in einer Stunde locker zu schaffen.

Dienstag, 10. Februar 2015

Die Kleine Gang im Wunderland

Ich weiß gerade nicht, ob ich unsere Gruppendynamik schon mal thematisiert hatte...
Bei Pinterest hatte ich mal so einen relatable teenager post gesehen: "We're more than friends, we're like a really small gang"...
Und weil ich die Mutter aller guter Spitznamen bin, habe ich dafür gesorgt, dass die Bezeichnung sich durchsetzt.
Mittlerweile gab es auch schon stilechte Gang-Tattoos (zum Aufkleben natürlich) vom Bärchen der Gang...

Genug der Insideranspielungen; weiter im Text und anlässlich der Faschingszeit mal wieder mit Kostümen.
Es dürfte bekannt sein, dass wir die Motto-WG-Partys gebührend zelebrieren... Die Kostüme der letzten Jahre könnt ihr unter den tags Urwaldvolk bzw Götter des Olymp finden, oder einfach bei der Übersicht auf der Kostümseite sehen. Natürlich immer inklusive Anleitungen, DIE lustigerweise auch tatsächlich schon genutzt wurden! hah! Rein zufällig war das Motto der Mediziner zum diesjährigen Ball "Herkules- Halbgott in weiß" oder "Unilymp Jena- die 12 Herkulesaufgabe bis zum Halbgott in weiß". Da saß also ein Kleine Gang Mitglied im Publikum und dachte sich so "Mensch, irgendwie, sehen die Kostüme auf der Bühne aber vertraut aus!"... Beim Plausch nach dem Programm stellte sich dann heraus, dass die griechischen Roben tatsächlich nach meinen Anleitungen entstanden waren! *fame*  ;)

Das Motto der Semesteranfangsparty im April letzten Jahres war Zauberhafter Märchenwald.
Nach reiflicher Überlegung, vielen Googlebefragungen und der Erkenntnis, dass es ein Märchen namens "Von dem Mäuschen, Vögelchen und der Bratwurst" gibt, haben wir uns für Alice im Wunderland entschieden. Wobei die Bratwurstgeschichte echt immer wieder Thema war. Wieso auch nicht?! Thüüü-üüüü-üüü-üüüüüüüringen!
Meine Anweisungen an die Teilnehmer: Eigene Ideen oder inspiriert durch Filmvorlagen, alles ist erlaubt, Hauptsache kreativ. 

Deshalb seht ihr hier eine Zeichentrick-inspirierte Alice, eine zumindest farblich Tim Burton- inspirierte Grinsekatze und einen zusammengewürfelten, aber dennoch erkennbaren Rest.
Die Kostüme wurden hauptsächlich von jedem selbst gefertigt, nur ab und an habe ich ein bisschen genäht...
Die Fotos sind mal wieder unter grandiosen Lichtbedingungen und nach der Feierei entstanden, weshalb ich mich schämen müsste könnte, aber als Inspiration taugen sie allemal! 

Über die nächsten Tage verkleckert wird es also Anleitungen zu folgenden Kostümen geben:

Um Enttäuschungen vorzubeugen: Bei einigen Kostümen wurden Second-Hand-Klamotten verändert. Es ist also nicht alles von Grund auf selbst genäht. Irgendwo sollte man an die Verhältnismäßigkeit von Aufwand und Nutzen denken... Das macht die Anleitungen natürlich etwas attraktiver für die Nähfaulen ;)

Huch, Creadienstag nehm' ich auch mal wieder mit...

Samstag, 31. Januar 2015

Übrigens...

Vor einer Woche  hatte ich die neue Ausgabe der HAND MADE Kultur im Briefkasten.
Und ratet mal, wer dort in der Rubrik Bloggerinnen empfehlen ihre Lieblingsblogs vertreten ist!

Gif via Pinterest
Awwww yeah. Das bin dann wohl (unter anderem) ich!
Zu verdanken habe ich meine Erwähnung der lieben Vera von LIVERA.
Und ich kann euch sagen, da möchte man mal kurz die jazz hands raus holen und *fame* rufen.
Beim Durchblättern war ich von dem Spitzenklöppelartikel so begeistert, da hatte ich dann schon irgendwie vergessen, dass mein Blog irgendwo zu sehen sein würde... Dementsprechend überrascht war ich dann doch, als ich bekannte Fotos erspähte. Und natürlich habe ich mich riesig über den Text gefreut ;)
Irgendwie ist es mal wieder sehr bezeichnend, dass auf den Bildern Dunkeldunkeldunkelblau, Spitze und Tüll zu sehen sind. Da merkt man direkt, was hier so Sache ist ;)


Donnerstag, 15. Januar 2015

Chiffonbluse mit Knopfleiste nach Schemaschnitt

Chiffon? Schemaschnitt? Das ist ja was ganz Neues... mindestens genau so unerwartet wie der dunkeldunkeldunkelblau-weiße Schwalbenprint...
Aber wenn man so seine Vorlieben hat, kann man halt manchmal nicht anders...
Den Stoff hatte ich auf dem Erfurter Stoffmarkt gefunden und dann ein gutes Jahr nicht angerührt, weil man ja schöne Stoffe nicht ihres Potenzials berauben darf, alles mögliche werden zu können.
Mit dem entstandenen Oberteil bin ich aber sehr zufrieden; mit meiner Fähigkeit irgendwas von Hand anzunähen eher weniger... Seit geraumer Zeit liegt das Teil nämlich nun schon wieder in der "unbedingt mal verbessern/reparieren" Kiste und sehnt sich nach einer neuen, kleinen Satinschlaufe.

Die habe ich für die Knopfschlaufen verwendet und ganz fantastisch diese leidlichen Kleideraufhängungsschnippis verwertet. Also, der Teil war quasi wie geschenkt... Dafür hat es ein bisschen Zeit in Anspruch genommen, die Schlaufen zu zuschneiden und zu nähen.
Mit 2-3 Stunden für das Oberteil ist man aber locker dabei.

Zum Thema Nähkünste meinerseits die nichts mit der Maschine zu tun haben:
Neulich fragte mich eine Freundin, ob ich ihren Knopf vom Mantel wieder ordentlich annähen könne. Vom Prinzip her ist das ja kein Problem und auch nicht schwer. Aber fragt mich mal, wie meine Erfolgsquote dazu so aussieht... An meinem Wintermantel mit 5 Knöpfen nähe ich pro Saison bestimmt jeden einmal neu an... gefühlt mehrfach... Irgendwie troddelt sich das gern mal lose... Und wie zum Beweis, hatte ich am nächsten Tag einen der Knöpfe mal wieder in der Hand... Aber diesmal hab ich extra viel Garn und Zeit investiert und hoffe, dass der Mantel eher zerfällt, bevor dieser Knopf sich lockert!
Macht denn so ein (fehlender) gegengenähter Knopf so einen Unterschied?!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Jerseykleid nach Schemaschnitt für Kleine und Große

Irgendwie komme ich zur Zeit nicht richtig voran...
Zum Glück haben wir Weihnachten fast vollständig auf Mitte Januar verlegt. Dafür hätte ich gerade nicht wirklich Muße...

Auf anderen Blogs schaue ich mir gern die Weihnachtsposts an... Für eigenes fehlt mir derzeit aber der Platz und irgendwie auch mein Kamera-Akku... Fragt mich nicht, wo der beim Umzug hingekommen ist... Aktiv gesucht habe ich aber auch noch nicht...

Da muss ich wohl demnächst mal wieder Let's get down to business aus dem Mulan Soundtrack anmachen und motiviert um-, aus- und aufräumen. Huah!
Bei Cotton & Curls gab es vor ewigen Zeiten ein von mir immer wieder gern hervorgekramtes Tutorial für ein mehr oder weniger quadratisches Top. Das Prinzip für dieses Kleid ist das gleiche, nur dass die Jerseyversion etwas enger anliegt.
Das Kleid kann größentechnisch recht leicht angepasst werden. Ich hatte es für meine Nichte in Größe 86 genäht...

Besonderes Augenmerk liegt heute mal auf dem Halsausschnitt, und wie ich ihn gern nähe: Natürlich mit Blindstichfuß und Zwillingsnadel; also für Faule...

Je nach Größe braucht man gute 2 Stunden für das Kleid.

Donnerstag, 27. November 2014

Tupfenjeans für den inneren Chemie Nerd

Weiter geht's mit dem fröhlichen Recyceln alter Projekte… Die Hose lebt jetzt in diesem Zustand seit einem guten Jahr bei mir…

Aber schon davor wollte das Panni Pünktchen in mir so eine Jeans… Auf genügend Blogs hatte ich schon DIY Versionen gesehen und irgendwann gab es auch welche bei H&M und Co…
Aber so gern ich Pünktchen mag… Der Blogger/Hipster wollte lieber Hexagone, und der Chemiker halt Benzolringe. 
(Meine Liebe zu Strukturformeln wurde mir echt erfolgreich antrainiert… Auswendiglernen von hunderten Strukturformeln mag sich nicht ganz sinnvoll anhören, aber irgendwann findet man Gefallen… Und damit meine ich jetzt nicht das Pauken von diesen polyatomaren Molekülen wie H2… Ok, haha, Chemikerwitz. Ok, schlechter Chemikerwitz…
Naja... ab und an ertappe ich mich wirklich, wie ich mich frage, wie wohl die Strukturformel zu diesem oder jenen mir unbekannten Wirkstoff aussieht. An der Stelle würden wir Pharmas uns ansehen und sagen "Wir sind auch völlig durch, oder?!" Ist bestimmt nur 'ne Phase… Das geht schon vorbei...)
Man kann es zwar kaum erkennen, aber die Punkte sind eben nicht ganz rund. Ist eher so mein persönlicher Scherz, dass es kleine Möchtegern-Sechsecke sind…

Nach Vollendung der Jeans war ich mir irgendwie ob des Ergebnisses nicht so sicher. Also verschwand sie für einige Monate im Schrank. Irgendwann hatte ich Freunde zu Besuch und dachte mir, prima Gelegenheit um die Lächerlichkeit der Hose mal anzutesten. Freudigerweise fiel sie meiner Freundin, auf deren Urteil ich es abgesehen hatte, positiv auf, ohne dass ich nachgefragt hätte… Und seitdem trage ich sie eigentlich ganz gern :)

Bevor ich diese Hose bestempelt habe, hatte ich mich schon einmal mit suboptimalem Erfolg an einem anderen Exemplar versucht.
Mehr "What the...?!" Momente gibt es eigentlich kaum, wenn ich jetzt so die Fail-Bilder betrachte…
Zu eurem Amüsement und zur Warnung, wie dämlich man sich anstellen kann  also diesmal mit Do und OhGodPleaseDon't! Teil.
Zeitlich sollte man so circa 2 Stunden einplanen. Abhängig vom eigenen Tempo müsste man vielleicht zwischendurch eine Pause zum Trocknen einlegen...

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