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Mittwoch, 9. Juli 2014

Sommerpause…

Die allerallerallerletzte Vorlesungswoche meines Studiums ist fast geschafft. 
Irgendwie kann ich gar nicht glauben, dass es das schon gewesen sein soll. Am Freitag werd' ich vielleicht ein Tränchen verdrücken…
Es war zwar teilweise recht stressig, aber ich würde mich jederzeit wieder für Pharmazie entscheiden.
Vor allem wenn man so gute Freunde hat. Da macht jeder Labortag nochmal mehr Spaß. 
Die Liebe einiger Kommilitonen zum IR-Gerät oder zum Ether werde ich nicht vergessen :P
Ich höre schon "Alte Schule, altes Haus…" erklingen… wird DAS bittertraurig am Freitag...

Nun stehen aber Prüfungen an.
Zwei Monate Intensivlernen. wäää. Ich sehe schon jegliche Sozialkompetenz verkümmern… ;)
Ende September bin ich dann wohl mit dem zweiten Staatsexamen fertig und werde auch umziehen. Das bedeutet wenig Zeit für diesen Blog in den nächsten drei Monaten.
Vielleicht schaffe ich ja doch den ein oder anderen Post hochzuladen, versprechen kann ich aber nichts.

Mit einer kleinen Vorschau, was ab Oktober folgen könnte, verabschiede ich mich nun für's erste.
Wenn ich das so betrachte, denke ich sofort: Selten ein Bild gesehen, dass man mir wohl ohne Probleme zuordnen könnte. Dunkeldunkeldunkelblau, Pünktchen, bisschen Tüll, bisschen Bling und Spitze. Was der Rest sein soll, verrate ich erst mal nicht… Möge das muntere Rätselraten beginnen :P

Wünsche, Anregungen und Fragen nehme ich trotzdem gern entgegen ;)
(Als Kommentar oder auch gern über das Kontaktformular)

Donnerstag, 26. Juni 2014

Shirt verkleinern durch Smoken

Huzzah huzzah, der Sale hat wieder begonnen.
Ich habe das Gefühl, 50 % meiner Blogeinträge handeln von den Freuden der Schnäppchensuche. Gibt es dafür eine Lobby?
Vorgestern habe ich für sagenhafte 5 € ein paar Echtleder Ballerinas mit Keilabsatz bekommen. Als ich den Preis gesehen habe, dachte ich mir schon, dass bestimmt irgendwas an den Schuhen verfärbt sei. Der Blick in die Schachtel offenbarte dann, dass der nudefarbene Ansichtsschuh einen knallpinken Zwilling hat. faaaaaaantastisch!
Wahrscheinlich stand er zu lang im Schaufenster. Aber sonst echt prima Qualität, und bequem waren sie auch…
Sobald also die Wolken sich demnächst mal wieder verabschieden, wird der pinke Genosse raus auf den Balkon gestellt. Auf dass er ebenfalls ausbleichen möge :P
Ansonsten muss ich halt mit Entfärber ran. Aber Sonne ist ja kostenlos und ungiftig.
Meine Freundinnen meinten noch, an der Kasse soll ich mal fragen, ob sich noch was am Preis machen ließe, schließlich wär der Farbunterschied ja ganz schön groß ^^ Den Scherz hab ich mir dann aber nicht erlaubt…

Nun aber zum Verkleinern eines Shirts, was ich vor ein paar Jahren im Sale erstanden hatte.
Ursprünglich war es 3 Größen zu groß, aber den Apfel musste ich haben! Durch Abnäher an den Schultern und Smoken an der Taille habe ich es dann passend gemacht. Ein Vorher-Bild habe ich leider nicht. Es war aber einfach ärmellos und gerade geschnitten.
Das Verkleinern ist keine exakte Wissenschaft und kann für andere Leute vorgenommen werden, ohne ewig Anprobe zu spielen.
Insgesamt braucht man ca 30 Minuten.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Schnittmuster sortieren

Ich kann sehr strukturiert sein und habe eine Vorliebe für Organisieren und Planen. Trotzdem kommen mir halbbeendete Projekte gern mal in die Quere, die dann ein Weilchen auf Vollendung warten...

Es gibt so schöne Zitate zum Thema Kreativität und -sagen wir mal- Entropie, die ein bisschen aufmuntern:
"Creativity is intelligence having fun" (angeblich von Einstein)
oder hier auch eine hübsche Grafik:
"Das ist keine Unordnung- Hier liegen nur überall Ideen herum"

Auf einem meiner Lieblingsblogs wurde letztens eine ziemlich einfache Idee für Schnittmusterorganisation vorgestellt. Leider kann ich nicht so toll Kalligraphieren wie Melissa, aber dazu gibt es ja Schriftarten am Computer.

Man braucht bloß einen Drucker, eine Schere, einen Klebestift, Trennblätter, Klarsichtfolien und eventuell Washitape. Mit einem Stift kann man die Informationen zu dem Schnittmuster eintragen, sodass man auch nach längerer Zeit noch weiß, welche Änderungen zum Beispiel vorgenommen werden müssen.


Wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr zum Dropbox-Ordner mit den einzelnen Mustern. Durch die getrennten Dokumente, könnt ihr alle Muster mit allen Überschriften mischen. Einfach zu erst das Muster drucken und dann das bedruckte Papier noch einmal in den Drucker legen und die Kategorie darüber drucken.
Die Muster umfassen Dreiecke, Knöpfe, Miniquadrate, Minipunkte, Punkte und Quadrate. Jedes Muster gibt es in der Farbe Dunkelblau, Hellblau, Rosa und Mint.
Wer eigene Kategorien erstellen möchte, aber gern die gleichen Schriftarten verwenden will, lädt sich Antrokasdemo und Code light kostenlos runter.
Die Kategorienblätter einfach nur am Rand auf den Trennblättern festkleben. So erzielt man die wenigsten Wellen. Mit den eingehefteten Klarsichtfolien sind die einzelnen Reiter kaum noch sichtbar, deswegen habe ich die Deckblätter auf die nicht benötigten Trennblätter geklebt.
Die kleinen Reiterbeschriftungen sind 3 x 1,5 cm groß. In der Datei sind neben Schnippis mit den Aufschriften (Kleider,) Ober- und Unterteile jeweils für Kinder, Herren und Frauen auch noch die Kategorie Sonstiges und Größenschildchen für Kindergrößen 50-92 und 98-170.

Meine Schnittmuster sind jetzt erstmal aus der Ecke im Wohnzimmer verschwunden und schön sortiert. Ab zu RUMS.

Donnerstag, 29. Mai 2014

"Bleibst du wohl drin?!" Tasche für den Fahrradkorb

Nach jahrelanger Fahrradlosigkeit, habe ich mir letzten Herbst einen fahrbaren Untersatz ins Haus geholt. Kurze Zeit später wurde sie feierlich auf "Amy Farrah Fahrrad" getauft.
Der Sattel ist trotz Runterschrauben noch zu hoch und mit umgehangener Tasche verhake ich mich gern mal beim Aufsteigen. Sieht herrlich ambitioniert aus, wenn ich versuche, mich auf's Fahrrad zu schwingen. 
Aber ich mag Amy!
Deshalb zog neulich auch ein Fahrradkorb ein.
So cruiste ich nun also durch die Straßen und bei jedem noch so kleinen Bordstein hüpfte alles im Korb umher. Dabei fahre ich aufgrund eingeschränkter Marie-Fahrrad-Koordination schon wirklich vorsichtig und nichts über fünf Zentimetern runter.
Trotzdem flog leichtere Fracht ständig aus dem Korb. Was mich wiederum zum einhändigen Fahren gezwungen hat, um mit der anderen Hand den Korbinhalt herunter zu drücken.
Die Angst vor jedem Bordstein war mir bestimmt ins Gesicht geschrieben.
Aaaaber, fear no more: Eine denkbar einfache Lösung für einen Korbtasche ist im Kommen.
Dass man einfach Klettverschlüsse am Boden der Tasche anbringt, ist wohl logisch und nicht besonders aufregend. Das Hauptaugenmerk des Tutorials liegt daher eher auf dem doppelten Tunnelzug und der Leder-Baumwolle-Hochzeit.
Am Anfang hatte meine Maschine kleinere Probleme mit dem Leder, aber mit langen Stichen und höhenunterschiedausgleichenden Maßnahmen klappt es auch mit einer einfachen "Plastik"Nähmaschine ziemlich gut.
Eigentlich hatte ich mir eine Art Wachstuch für die Tasche besorgt, um auch bei Regen den Korbinhalt zu schützen. Dann wollte ich aber unbedingt mal was mit Pünktchen, Dunkelblau und Leder machen, und mir kam in den Sinn, dass ich bei Regen eh nicht fahre und den Korb aus Angst vor der Fahrradkorbmafia immer mitnehme, wenn ich Amy abstelle.
Jetzt bin ich ganz glücklich über die Tasche-Stoff-Kombination und möchte demnächst noch meinen zerfledderten Sattel mit einem Pünktchenstoff beziehen. Ich habe zwar noch Baumwollstoff übrig, aber ein Jersey passt sich schöner an die Rundungen an. Daher warte ich noch, bis mir günstiger Pünktchenjersey in die Hände fällt.
In der Zwischenzeit freue ich mich, mit meinem Fahrrad rumzutingeln, und es vielleicht noch weiter aufzuhübschen. Auf Butlers gibt es dafür zum Beispiel diese süßen Fahrradklingeln. Pünktchen passen natürlich prima.
Aber auch die anderen beiden gefallen mir sehr gut. Die türkisfarbene Klingel beschreibt meine Fahrradgefühle recht gut. Wenn ich so rumradel, singe ich auch gern mal den Refrain des Queen-Lieds vor mich hin… Natürlich nur wenn ich allein bin ;) bicycle, Bicycle, BICYCLE!!
Fahrradklingel- und Tischdeckenbilder via Butlers
Butlers hat auch gepunktete Wachstuchtischdecken, die man anstelle von Meterware verwenden kann.

Nun folgt neben der Anleitung eine weitere Bilderflut. Die Tasche ist in ca 2h genäht. Klebt man den Klettverschluss an, kommt noch Trockenzeit hinzu.

Montag, 26. Mai 2014

stoff'n- Textilgestaltung

Kennt ihr eigentlich stoff'n?
Dort kann man eigene Textildesigns hochladen oder vorhandene Muster auswählen, um Stoffe bedrucken zu lassen.
Jeden Monat wird zudem ein Wettbewerb abgehalten, bei dem man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.
Da ich zur Zeit ein wenig von dem limitierten Stoffangebot gefrustet bin, wollte ich mich demnächst auch immer mal an den Herausforderungen versuchen. Außerdem hoffe ich, dadurch irgendwann ein bisschen besser mit Illustrator klar zu kommen…
Diesen Monat geht es um Plushies, die auf einem Fatquarter (70 x 50 cm) gedruckt werden können.
Eigentlich wollte ich euch nur den Link vor die Füße schmeißen, und euch bitten für euren Lieblingsentwurf(!) zu stimmen, so ganz ohne ein Bild und ohne den Schubs zu meinen Motiven.
Ich will auch wirklich niemanden um eine Stimme für mich anbetteln. Solche Aufrufe finde ich irgendwie ein bisschen zwiespältig. Kann man sich denn dann hinterher wirklich über das Ergebnis freuen?
Da ich aber den begrenzten Platz des Fatquarters komplett für ein Plushie bekuschelbarer Größe nutzen wollte, fand ich kein Eckchen mehr, um ein Bild des fertigen Kuscheltiers irgendwo unterzubringen.

Deswegen hier doch noch meine beiden Entwürfe.
Beim Faultier kann man die Schleife auch an den Hals nähen, sodass man dann statt "Paula" "Paul" auf dem Sofa sitzen hat. Die Krallen der Arme und Beine gehören eigentlich nach innen. Aber dann wäre das Ansichtsbild noch langweiliger geworden... Die Arme sind lang genug, um mit Magneten oder strategisch platzierten Klettverschlüssen das Faultier tatsächlich irgendwo hängen zu lassen. Von der Lampe oder so ;)

Vielleicht ist an mancher Stelle schon mal durchgesickert, dass ich ganz schlimmer Chamäleonfan bin… Wie die so gucken und sich nicht ganz schlüssig über's Vorwärtslaufen sind, finde ich ganz entzückend…
Seit kurzem habe ich mir irgendwie angewöhnt, beim Gedanken an Chamäleons fast vor Aufregung zu weinen… Noch ist es nicht passiert, und ich will es auch nicht so weit kommen lassen. Sollte mich aber mal eins besuchen kommen, wäre ich sicher ganz nah dran loszuflennen…

Für alle, die Kristen Bell's Sloth Meltdown noch nicht kennen:

Das Video fasst diesen Post hier ganz gut zusammen. Wobei ich wirklich nicht ganz SO stark auf Chamäleons reagiere… ehrlich...

So, und wenn ihr mögt, könnt ihr nach erfolgreicher Anmeldung auf stoff'n für euer Lieblingsplushie abstimmen. Aber schön ehrlich sein!

Dienstag, 20. Mai 2014

Kleid-Refashion im Rockabilly Stil

Nach und nach versuche ich, Langzeitprojekte zu beenden. Ich habe hier noch einiges rumkullern, was ich vor mindestens 5 Monaten angefangen hatte.
Dazu zählte auch dieses Kleid, welches ich für eine Freundin ein bisschen personalisiert habe.

Wie das so beim Bummeln mit Freundinnen ist, wurde sie quasi genötigt, das schlichte Bandeaukleid mitzunehmen. "Wir machen da schon was draus, kauf das jetzt!"
Gewünscht war ein Rockabilly-angehauchtes Kleid für die Bühne, wenn die Gute singen geht.
Auf der Wunschliste standen auf alle Fälle ein "Kragen" für das Oberteil (helft mir, gibt es eine professionelle Bezeichnung?), Träger (um die BH-Strapse zu verstecken), eine dekorative Schnürung am Rücken, und ein bisschen kleidverlängernden Tüll am Saum.
Ich kann mir nicht ganz erklären, wie ich das Kleid vorher auf die Puppi gewirscht habe, aber hinterher wollte es nicht so recht passen und ich habe mir diesen Gewaltakt nicht noch einmal zu getraut. Anscheinend hat die Puppi also heimlich genascht und an Brustumfang zu gelegt.
Der Tüll unten ist erst mal ein bisschen länger gehalten, da mir das Kleid ohne zukünftige Trägerin vor Ort irgendwie sehr kurz vorkam. Natürlich kann man noch mehr Tüll für mehr Opazität drannähen, oder die Überlänge abschneiden...
Die Methoden für die angebrachte Rückenschnürung und den Kragen lassen sich auch prima für eigene Projekte abwandeln, auch wenn euch dieses Kleid insgesamt nicht so anspricht…
Projektzeit ist in etwa gute 7 Monate. Wenn man aber nicht 7 Monate Pause einlegt, kann man in 3-4 h fertig sein.

Freitag, 9. Mai 2014

Der Tellerrock inklusive Variationen

Ich wollte gern mal eine Übersicht zu verschiedenen Formen von Glockenröcken machen. Da ich nicht einfach fremde Fotos verwenden kann und will, sowie mein Bedarf an verschiedensten Röcken nicht ganz so hoch liegt, habe ich mich mal an ein paar Grafiken versucht. Heute habe ich also für euch sechs unterschiedliche Röcke, die alle auf einem Kreis beruhen.

Neben den Grundlagen gebe ich noch einen kleinen Einblick, wann welche Form besonders geeignet ist und natürlich, wie man sich die Schnittmuster mit der richtigen Berechnungsformel selbst erstellen kann. Dabei habe ich besonderes Augenmerk auf eine schnelle Abschätzung der benötigten Stoffmenge gelegt.
Natürlich kann man mit diesem kleinen Wegweiser nicht nur Röcke erstellen sondern zum Beispiel auch Schößchen oder Rockteile von Kleidern. Hat man erst mal das Prinzip der Berechnung verstanden (keine Sorge, die ist nicht wirklich schwer), kann man auch Wickelröcke erstellen, indem man einfach statt des Taillenumfangs den erweiterten Umfang misst und damit weiterrechnet. (Dazu ein extra Tutorial, wenn ich mal schönen, fließenden, blickdichten Stoff finde. Einkaufs-Tipps sind mehr als willkommen)

Ich habe keine Ahnung von technischem Zeichnen und mein Vektorprogramm ist mir auch vollkommen neu. Ich saß unglaublich oft vor dem Laptop und habe einfach rumgeklickt, in der Hoffnung das richtige zu treffen. Mal hat es funktioniert, dann wieder ganz oft nicht. Die Befehle und Tastenkürzel sind einfach komplett anders, als ich das gewohnt bin.
Ich dachte mir mehr als einmal, dass ich eigentlich absolut keine Ahnung habe, was ich da eigentlich tue.
Genauso mache ich übrigens den HTML Teil von dem Blog hier. 
Null Ahnung von CSS, divs, HTML oder haste-nicht-gesehen. Ich probiere einfach irgendwelche ausgedachten Codeworte aus und hoffe ganz sehnlichst, dass es den Befehl auch gibt. Natürlich weiß ich bei ausbleibendem Erfolg nicht, ob es am Befehl oder an der Platzierung oder an irgendwelchen Formalien gescheitert ist… Hurra für HTML-Tutorialseiten...
Ihr wünscht euch eine Anleitung zu einem bestimmten Thema? Ihr wollt Vorschläge zum Abändern von alten/neuen/geschenkten Klamotten? Schreibt mir einen Kommentar oder über mein Kontaktformular eine Email und ich versuche euch zu helfen, indem ich an einem Freitag ein Tutorial zur Problemstellung mache.

Dienstag, 29. April 2014

Rock & Bluse in Größe 86 mit wiederverwertetem Kragen

Was freut mich so richtig? Genau, hübscher, billiger Stoff.
Was freut mich noch mehr? Schöner, kostenloser Stoff!
Es lebe die Grabbelkiste! 

Als ich diesen süßen Blümchenstoff einpackte, fand ich außerdem noch eine äußerst interessante und ungewöhnliche Mischung aus schlumpfeisblauem, kurzflorigem Plüsch mit Lackbeschichtung in Kroko-Optik oder so. Die Beschreibung klingt vielleicht etwas eigenwillig, aber so sieht dieser Stoff auch aus. 
Mein Gedankengang war ähnlich konfus: "Wer kauft denn so was?!  Wer stellt denn so was her? Ach, eigentlich ist das SO hässlich, dass es schon wieder cool ist. Irgendwann könnte daraus mal ein Kostüm oder Plüschtier werden…" Und zack, war es auch eingepackt…
Zurück zum hübschen Stoff, der das heutige Ensemble hergab. Aus gerade mal 35 cm (und voller Stoffbreite von 145 cm) konnte ich zwei Kleidungsstücke für meine kleine Nichte nähen. Der Kragen ist übrigens von einer alten Damenbluse abgetrennt und wiederverwendet worden. 
Bevor ich gleich die Anleitung teile, die sich hauptsächlich mit dem Kürzen des Kragens auf Kindergröße befasst, noch eine kurze Anekdote zur eigenen Blödheit vom Wochenende.

Am Samstag war ich mit Freundinnen auf einem Mädchenflohmarkt, kaufen und verkaufen. Dazu wollte ich mal Cupcakes backen, weil wenn schon hipster-esque auf dem Flohmarkt, dann ruhig ein bisschen mehr.
Nachdem ich also nach dem Duschen gemütlich im Schlafanzug abends mit Backen beginnen wollte, fiel mir mein Mangel an Kakaopulver auf. 
21:45 Uhr. 
Kurz hin und her überlegt, und dann ganz schnell doch noch mal angezogen, halbwegs vorzeigbar hergerichtet und auf's Fahrrad geschwungen. Geschwind auf meinem treuen "Amy Farrah Fahrrad" zur Rewe geflogen und den Mangel behoben...
Als die Cupcake-Unterteile dann im Ofen waren, machte ich mich an die Karamellcreme (weil Karamell = super geil und so).
Um vor dem Verrühren mit Creme Fraiche auf Güte und Erstklassigkeit des Karamells zu testen, wollte ich also kosten. Am Ende wäre mir vielleicht was angebrannt, das Karamell somit bitter und alles für die Tonne. Das konnte und wollte ich mir nicht leisten.
Haben alle noch die vorgerückte Uhrzeit im Hinterkopf? Nuja. Auf dem Löffel ist das Karamell sofort erstarrt und am warmen, glasartigen Zuckerklumpen wollte ich nicht lutschen und konnte auch sowieso nichts schmecken.
Da kam mir die glorreiche Idee, mit dem Löffel, etwas Karamell auf meinen Finger zu tröpfeln und von da zu kosten. Meine Hände sind zwar fast immer eisekalt, aber vielleicht doch wärmer als das Löffelmetall. 
Warum ich nicht im Kopf hatte, dass der Spaß trotzdem noch verdammt heiß war, weiß ich nicht. 
Als ich es dann auf dem Finger hatte und sich das Karamell schön einbrannte, fiel es mir jedenfalls wieder ein. Irgendwie musste das sofort runter, aber ich wollte ja noch kosten… Zum Glück habe ich mir nicht auch noch die Zunge verbrannt…
Zumindest war das Karamell nicht bitter.
Die Brandblase ist aber leider gar nicht geil. Auf dem aller besten Platz des linken Zeigefingers. Was beim Tippen gerade gar keinen Spaß macht.
Ich weiß, dass man die Blase nicht aufstechen soll, aber hat vielleicht jemand noch einen Tipp? Ich dachte, ich hätte den mega Durchbruch erlangt, als ich nach sauren Umschlägen am nächsten Früh NICHTS mehr von der Blase gesehen hatte. Ich war so verwirrt, dass ich schon alle anderen Finger auf Blasen überprüfte. Schließlich verschwinden die doch nicht so einfach über Nacht…
Im Laufe des Tages kam die Blase aber wieder. Und gestern Früh das gleiche Spiel… Hat jemand eine Erklärung, die nicht mit meinen halbmagischen Fähigkeiten zusammenhängt?
Auch wenn sie nicht weh tut, nervt die Blase. Wer also Tips hat, raus damit. bitte.

Nu weiter im Programm.
Die Kragenverkürzung benötigt einiges an Bügeln, anstecken und vorher natürlich auftrennen. Insgesamt sind beide Teile in etwa anderthalb Stunden fertig. Der Rock ist in 30 Minuten locker schaffbar.

Donnerstag, 24. April 2014

Schnelle Mantel-Lösung gegen einen freien Hals

HALT Stopp!
Irgendwie wird es gerade herrlich frühlingshaft, nahezu sommerlich und ich habe noch ein paar Winter Tutorials irgendwo in der unaufgeräumten Schublade, die sich Laptop nennt.
Vielleicht bleibt es ja zumindest weiterhin etwas windiger, sodass sich diese kleine Anleitung noch für den ein oder anderen lohnt…
Die Idee kam mir, als ich in einem Katalog blätterte und einen Mantel mit Sturmriegel gesehen habe. Den hätte ich natürlich auch noch aus meinen Mantel-Verschmälerungs-Resten klöppeln können, aber es sollte schnell gehen und außerdem habe ich sowieso immer Schals um. Also ist kein Bedarf für extra Schutz vorhanden.

Ich musste also nur den doch recht großzügigen Ausschnitt etwas verkleinern. So viel Schal könnte man gar nicht luftdicht verwickeln, damit es nirgends zieht… (Auch wenn der Ausschnitt gar nicht mal so tief aussieht. Für Winter ist das nix, und für zugig auch nicht…)

Kleiner Näh-Trick, große Wirkung und das ganz unsichtbar und flexibel in ca 10 Minuten.

Dienstag, 8. April 2014

Nähen lernen: 4 einfache Übungen für Nähneulinge

Meine "Nähen lernen"-Posts halten sich hartnäckig an der Spitze der meistgeklickten Beiträge.
Ich dachte mir daher, ein paar weitere Übungen für absolute Näheinsteiger wären nicht schlecht.
Vor kurzem habe ich eine Freundin ein bisschen bei ihren ersten Nähversuchen angeleitet. Dabei habe ich auch merken können, was ungeübten Nähanfängern vielleicht schwer fallen könnte.
Mit der Zeit kann man sich einfach nicht mehr an die holprigen Anfänge erinnern. Umso wichtiger wäre es mir, auch von euch zu hören, was euch noch Probleme bereitet.

Für's erste habe ich vier wirklich schnell umsetzbare Übungen zusammengetragen, die euch hoffentlich helfen, schnell mit eurer Maschine klar zu kommen.
Ich weiß, es ist überhaupt nicht schön, zu üben. Ich konnte es nie leiden, wenn ich vom Nähen hübscher Kleider geträumt habe, und dann wurde mir geraten, erstmal mit einem Kissenbezug anzufangen.

Wenn ich den Kissenbezug nicht auch wirklich, wirklich gern haben möchte, dann werde ich mich wahrscheinlich auch nicht so sehr anstrengen, wie ich das bei dem Kleid getan hätte.
Genau so wenig sehe ich es ein, ein Jemenchamäleon oder sogar eine Bartagame zu nehmen, weil die als Einsteiger-Reptilien gelten. Wenn ich ein Pantherchamäleon möchte, bleib ich dabei… (bei dem Gedanken muss ich schon wieder mein persönliches  Chamäleongesicht machen… Ich würde mir übrigens nur ein Chamäleon holen, wenn ich ein Terrarium in Zimmergröße hätte. Also wird das wahrscheinlich nichts. buhuuu)

Kurz abgeschweift…  Die Übungen sind meiner Meinung nach wirklich fähigkeitenfördernd und eigentlich auch recht schnell durchgeführt.

Die Zeit richtet sich nach dem eigenen Fortschritt und Talent. Ich würde mal mindestens eine halbe Stunde für totale Einsteiger veranschlagen. Danach könntet ihr den Kissenbezug aber sicherlich mit links nähen ;)

Donnerstag, 3. April 2014

2 Blusen werden 1 Kleid in 10 Minuten

Dieses Kleidchen ist bestimmt schon 2 Jahre alt.
Die Idee hatte ich auf Cut out and Keep gefunden. Wer bei dem Link nach unten scrollt, findet auch die Anleitung zu einem schnellen, günstigen Kleidchen, dass man auch gänzlich ohne Nähen fertigen kann.
Da meine Version aus 2 Damenblusen (ich glaube Größe S oder M) besteht, musste ich allerdings ein bisschen an der Taille abnähen, um eine bessere Passform zu erhalten.
Außerdem waren die Ärmel nicht lang genug für eine große Schleife am Rücken, also habe ich an dieser Stelle ein wenig angefügt.
Man nimmt sich also 2 Blusen oder (besser noch) Herrenhemden deren Halsumfang zusammen ungefähr dem Umfang am Brustkorb ergeben, wo das Kleidchen später sitzen wird.
Diese knüpft man so zusammen, dass man zum Schluss ein großes Hemd mit 4 Ärmeln besitzt.
Die Knopfleisten werden jeweils zur vorderen und hinteren Mitte gedreht.
Man hat dann die normalen Rückenteile der Blusen an der Seite des Körpers.
Wenn man mag, kann man die  hinteren Ärmel (wie ich) verknoten, abschneiden und mit wenigen Stichen fixieren. Die abgeschnittenen Ärmel kann man dann an die vorderen Ärmel nähen, sodass 2 lange Bindebänder entstehen.
Dann klappt man den Kragen nach oben und führt die vorderen Ärmel streng nach hinten, um eine Schleife oder einen Knoten zu binden.
Verwendet man Herrenhemden, sitzen die Ärmel seitlicher und die Taille sieht etwas schöner aus. Zusätzlich sind die Hemden etwas länger, sodass man ohne Probleme ein nahezu knielanges Kleid erzielt.
Anschließend wird der Kragen umgeklappt. Das Kleid hält ohne zu rutschen.
Damit die Knopfleiste nicht spannt und ungewünschte Einblicke gewährt, habe ich sie mit geraden Nähten festgesteppt.
Zwei oder drei funktionsfähige Knöpfe auf der Rückseite reichen vollkommen, um das Kleid anzuziehen.
Mein Kleidchen ist eher ein längeres Oberteil, wenn ich nicht noch einen Rock drunter ziehe.
Aber mit entsprechend langen Hemden ist das sicherlich kein Problem.

Durch den Kragen und den recht figurbetonten oberen Teil sieht es nach einem Bustierkleid im Rockabillystil aus, oder?

Kanntet ihr dieses Refashion-Projekt schon?

Hiermit heute wieder bei RUMS.

Donnerstag, 27. März 2014

Schnelles colour-block Sonnenbrillenetui

Dass ich beim Bummeln meistens "für den Preis kann ich das auch selbst" grummle, ist bestimmt kein Geheimnis mehr.
Die Konsequenz war daher eine Anhäufung von Dingen, die zwar günstig und nützlich sein mögen, aber meine Begeisterung nicht wirklich entfachen. Ein schulterzuckendes "mehhh" beschreibt meine Gefühle oft besser.
Ich habe mir daher vorgenommen, durchaus auch mal etwas "teurere" Sachen zu kaufen, wenn sie mir wirklich gut gefallen und ich beim Angucken quasi Schmetterlingsgefühle bekomme.
Mit "teurer" meine ich natürlich trotzdem nur 5 €.
Nein, Scherz… Ein bisschen mehr darf es schon sein, aber nicht gleich sinnlos überteuert und Marke hier, Must-have da.
Jedenfalls habe ich mich durchgerungen, eine Sonnenbrille zu kaufen, die mal nicht reduziert war. Im Laden habe ich echt überlegen müssen, ob ich das Geld wirklich ausgeben wolle. Rückblickend finde ich mein Zögern fast schon lachhaft. Ist ja bloß eine Sonnenbrille von Six und nicht von Gucci, also war der Preis sicher nicht zu hoch. Aber alte Gewohnheiten halten sich eben hartnäckig.
Zuhause angekommen war ich aber ganz glücklich mit meiner Brillenwahl, und brauchte eine schnelle und günstige Schutzhülle.
Das graue Leinen war ein Rest von meiner Bettpolster-Aktion und das weiße Kunstleder gab es mal kostenlos in der Puppen-Restekiste bei Alfatex.

Zum Abschluss noch mal etwas nebensächliches. Auf meinem Laptop ist eine automatische Rechtschreibkorrektur installiert. Immer wenn ich "colour" schreiben möchte, werde ich mit "color" korrigiert. Jedes mal denke ich mir dabei "Was, wenn ich aber britisch sein möchte, bitch?" Ok… Vielleicht habe ich ein wenig zu viel Breaking Bad geguckt… kein Grund so ausfallend zu werden. oder vielleicht doch?… Jetzt habe ich dem guten Rechtschreibprogramm mal die "Schreibweise gelernt".

Genäht ist das Etui in einer (gemütlichen) halben Stunde.

Dienstag, 18. März 2014

Jeanslöcher ausbessern

Auch wenn das Wetter jetzt langsam wärmer wird, kann ich mich nicht mit Löchern in meiner Hose anfreunden.
Ist mir einfach zu kalt und zugig… nängel nängel.
Den halben Winter lag meine Jeans deshalb auf dem Reparier-Stapel. Gestern habe ich die Jeans endlich geflickt und frage mich, warum ich so lang gewartet habe.
Die Methode habe ich von Adventures in Dressmaking. Wobei ich einfach mit dünnen Stoffresten arbeite und auf Vlieseline- oder wie sie nicht alle heißen- verzichte.
Am wichtigsten ist bei dieser Technik, die richtige Fadenfarbe zu wählen. Besonders bei dunklen Jeanshosen ist es schwierig, den richtigen Blauton zu treffen. Meiner Erfahrung nach sollte man lieber die hellere Farbe bevorzugen, wenn man sich nicht sicher ist.
Übrigens ist mir neulich bei einem Kommilitonen ähnliches an seiner Hose aufgefallen. Ich bin mir ziiiiemlich sicher, dass seine Hose nicht geflickt, sondern original und sogar recht teuer war. Anscheinend sehen also manche Marken diese Methode als aufwertendes Detail... whoop whoop ;)

Je nach Loch-/Rissgröße ist man nach maximal 10 Minuten fertig.

Dienstag, 4. März 2014

Filz und (Kunst)Leder Kissen

Trotz "Semesterferien" habe ich nicht so viel Zeit, wie ich es mir wünschen würde.
Seit Dezember ist meine Nähzeit stark eingeschränkt und so richtig flüssig läuft es auch nicht, wenn ich mal Zeit habe.
Aber hin und wieder muss man sich mal am Riemen reißen und sich zum Bastelglück zwingen.

Vor Ewigkeiten hatte ich über Pinterest auf net-a-porter eine Marni Handtasche mit interessantem Webmuster gefunden. Als Clutch hat mir die Idee (ganz abgesehen vom Preis) nicht so zu gesagt, aber die Stoffmanipulation hat mir gefallen. 

Mit ein bisschen Filz und noch vorrätigem Kunstleder habe ich also ein kleines Kissen gemacht.
Ich habe mich vielleicht gefreut, als ich endlich Filz in einem schönen Dunkelblau gefunden hatte, um endlich loszulegen :)
Ich habe die Streifen aus Stoff zugeschnitten, weil ich es kosteneffizienter fand. Außerdem gibt es wohl kaum irgendwo Filzbänder in der gewünschten Größe. Wenn man sich kurz mit dem Drüber und Drunter auseinander setzt, ist das Muster auch ganz einfach und schnell fertig.

Mein Stoffladen hat übrigens eine Restekiste für "Puppenkleider", wo man sich bedienen darf. Die Stoffstücke sind meistens nur maximal A4-groß, aaaaber kostenlos und häufig sind viele vom selben Stoff vorhanden.
So gut wie alle Kissen auf der Bank sind aus diesen Reststücken entstanden und haben mich außer etwas Zeit nichts gekostet :)

Das Filz und Leder Kissen benötigt ungefähr 2 Stunden Arbeit. Weniger, wenn man Stoffstreifen von der Rolle kauft.

Freitag, 21. Februar 2014

Urwaldvolk: Haltertop und Wickelrock

Das letzte Kostüm ist sicherlich nicht für jedermann, aber ich freue mich, mir auch mal so was ausdenken zu dürfen. Außerdem ist es im Urwald durchaus heiß und wir kennen alle die Fotos von Eingeborenen, die ganz nackig sind. Daher ist es eigentlich fast schon ungewöhnlich, dass wir alle so "angezogen" waren :P
Auch wenn man leider nicht so super viel erkennen kann, bin ich gerade mega glücklich, dass ich das Handyfoto rechts noch gefunden habe! Man sieht zu mindest den Rock ein bisschen besser.

Der Rock war ähnlich dieser Bildanleitung vollständig gewickelt. Die Stofflänge entspricht ca dem dreifachen Hüftumfang. Begonnen wird mit zwei vollen Runden um die Hüfte. Bei der dritten Runde wird die Stoffbahn bei der vorderen Mitte verdreht und anschließend entweder an der Hüfte oben ordentlich weggesteckt oder (im Fall links) weiter herum geführt und bei der verdrehten Mitte eingesteckt.

Das Haltertop ist ebenfalls ein langer Stoffstreifen, der mittig am Rücken angelegt, nach vorne geführt wird. Dort mehrfach überkreuzen und um den Hals führen. Dort mit einem Knoten und ein paar Stichen fixieren. Die Idee kam von InspirationRealisation, die Umsetzung war aber ein wenig abgewandelt.

Das war es mit den Urwaldkostümen :)

Dieses Jahr ist das Motto "Märchen".
Natürlich ziehen wir das wieder ganz groß auf.
Ich war letztes Jahr schon zu einer Märchenparty eingeladen, wo -meiner Meinung nach- das beste Kostüm mein Labornachbar hatte, der als Teppich von "Aladdin" kam. Dazu hatte er sich seinen Küchenläufer auf den Rücken geschnallt und einen Fes auf den Kopf drapiert. Dazu gab es auch noch einen Aladdin mit hervorragend gewickeltem Turban.

Ich selbst war mit einer Freundin als Gold- und Pechmarie unterwegs. Der Sparfuchs in mir war ganz begeistert, als ich im 1 € Laden schwarzes Windowcolour gefunden hatte. Das habe ich in Mustern auf Klarsichtfolie aufgebracht und mir anschließend auf den Kopf geklebt.
Bestimmt 50% der anwesenden Gäste haben mir auf den Kopf gefasst "Was ist das denn?? Ist das Windowcolour? Coooool! 90er Jahre wohooo"
exactly

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