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Freitag, 24. Juni 2016

FMF: Wie macht man Schultern schmaler?

Ihr habt im Sale/auf dem Flohmarkt/bei der Mutti/einfach so eine Jacke gefunden, die ganz nett aussieht, aber deren Schultern an euch nicht so richtig gut sitzen?



Nachdem ich bei meiner Mantelverkleinerungsaktion großspurig angekündigt hatte, demnächst mal eine Schultern-enger-machen-Anleitung zu liefern, kamen doch hin und wieder Fragen, wie das denn nun funktionieren würde.
Deshalb heute beim Fragt mich Freitag: Wie ändere ich die Schulterbreite bei bestehendem Kleidungsstück wie Blazer, Sakko oder dünnem Mantel.


Mein eigener Blazer liegt seit 2 oder 3 Jahren mit einigen Stecknadeln und Heftnähten auf dem Wenn-mal-Zeit-ist...-Stapel und wartet auf Vollendung. Daher an dieser Stelle nur die Theorie mit Bildern und einem fast Endergebnis. Ich schätze, die Technik eignet sich, um die Schultern 1-2 Größen zu schrumpfen.

Montag, 6. Juni 2016

Something blue... aber dunkeldunkeldunkelblau!

Strumpfbänder für Hochzeiten haben nicht wirklich eine tragende Funktion, oder? Also ich meine, die halten nicht wirklich irgendwelche Strümpfe, sondern sehen einfach nur mehr oder weniger gut aus und sorgen in den meisten Fällen dafür, dass die Braut ihr "etwas blaues" bei sich hat...
Da mir Dunkelblau eh viel besser gefällt und die üblichen Strumpfbänder zu rüschig und nicht ohne 90er Jahre Flair daher kommen, habe ich mein Strumpfband selbst zusammengenäht.

(Wie ich vielleicht schon erwähnt hatte, oder aber auch über Instagram durchgesickert ist, habe ich letztes Jahr im September geheiratet. Dafür hatten wir einiges selbst gemacht...
Ich werde jetzt einfach hin und wieder ein paar Anleitungen oder inspirierende Fotos hochladen, ohne das hier direkt als Hochzeits-diy-blog ausarten zu lassen... )


Leicht vintage-inspiriert kommt mein Strumpfband daher. Garantiert ohne fixierende Funktion, da meine Spitze keine Haftstreifen besaß, und Versuche mit der Klebepistole diesen Mangel auszugleichen, unerfolgreich waren... Dafür habe ich dann einfach zur Sicherheit Fashiontape genommen und die Spitze an mir festgeklebt. Ich hab schon eine Braut mit Strumpfband um die Knöchel beim Auszug aus der Kirche erlebt. Das wollte ich mir beim Laufen ersparen...


Der zeitliche Aufwand richtet sich vor allem nach der Anzahl an aufzunähenden Schmuckelementen und der Fingerfertigkeit beim Handnähen. Ich würde mal eine entspannte Stunde veranschlagen, aber man kann auch wesentlich schneller fertig werden. DIY- Level: Also-der-Faden-gehört-durch-das-Nadelöhr?

Mittwoch, 18. Mai 2016

Dressing Downton- Ausstellung in Chicago

Ende Februar hatten wir einen kleinen USA-Urlaub gemacht und dabei Chicago und New York ein wenig erkundet. (An dieser Stelle sei eher zu einem Besuch im Frühling geraten. Wettertechnisch war es okay, aber wärmer wäre auch nicht schlecht gewesen...)
Ursprünglich wollte ich das Driehaus-Museum gar nicht besuchen. Als ich aber ein großes Plakat zur Downton-Ausstellung gesehen habe, hat mein Chamäleongesicht (mit angezogenen Schultern und ganz viel Doppelkinn) meinen Sinneswandel verraten.
Bevor ich euch meine Schnappschüsse zeige, lernen wir alle nochmal artig Downton sagen... Ist da etwa noch ein weiteres "w" kurz vor Schluss? Nein. Also heißt es "Dauntn" und nicht "Dauntaun" wie in Downtown Manhattan. So denn, liebe Lords und Ladies, jetzt können wir weitermachen...

The Dowager Countess Violet Crawley; Earl of Grantham Robert Crawley, Lady Cora Crawley, Staffel 1

Ausgestellt waren Kleidungsstücke aus allen Bereichen von Downton. Sowohl toll verzierte Abendroben der Damen, aber auch Jagdanzüge für die Herren. Trotzdem hätte ich mir das ein oder andere Kleidungsstück aus der Serie noch dazu gewünscht.

Wer mag, darf gern die Kopfhörer einstöpseln und beim Betrachten der Bilder den Soundtrack zur Serie hören. Für ein Tässchen Tee ist sicherlich auch noch Zeit...


Die Ausstellung wurde übrigens noch bis zum 29. Mai 2016 verlängert. Danach zieht sie für 2 weitere Jahre durch die USA. Wer allerdings noch demnächst in Chicago sein wird, dem kann ich den Besuch im Driehaus-Museum sehr empfehlen. Das Gebäude ist um die Jahrhundertwende erbaut und reich verziert worden. Auf Fotos wirkt der Hintergrund dadurch leider etwas unruhig und ablenkend. Man bekommt aber dafür eine richtig gutes Gefühl, wie es damals wohl so war, mit den feinen Kleidern im sitting room zu verweilen. 

Treppenverzierung und Eingangshalle

Zur Ausstellung bekommt man neben dem Audioguide ein Heft, in dem die Ausstellungsstücke mit Informationen zur Kleidung und dem Hintergrund dazu hübsch dargestellt sind.

Lady Edith, 2. Staffel- Leinenjacke mit kontrastierenden Samt Akzenten

Ich finde die Jacke wahnsinnig schön. Eine sehr elegante Länge und ein figurschmeichelnder Schnitt.

Lady Edith, 2. Staffel- Wollcord Hose
Tom Branson, 1. & 2. Staffel- Twill, Leinen und Tweed

Ach war die Chauffeur-Uniform herrlich dunkelblau und adrett. Da kommt man direkt wieder ins Schmachten für Lady Sybil und Branson.

Freda Dudley Ward; Madelein Allsopp; Cora Crawley, 4. Staffel

Zu Lady Roses Debüt am Hof in London gab es meiner Meinung nach die schönsten, ausgestellten Kleider. So herrlich pastellig und mit Perlenstickereien ohne Ende. Lady Coras Kleid hat die typisch niedrige Taille und ist aus Samt gefertigt. Originale Spitzen- und Perlenverzierungen aus den 20ern wurden mit Strasssteinen und anderen Verzierungen ergänzt.

Freda Dudley Ward; Madelein Allsopp, 4. Staffel

links: Seidengeorgette mit Silberperlen aus den 20ern und neuem Satinfutter, um mehr Stabilität zu gewährleisten. 
rechts: speziell für die Folge gefertigtes Kleid aus Seidensatin und applizierten Perlensträngen.

Cora Crawley; Robert Crawley, 2. Staffel

Der obere Teil des Kleides hat mir extrem gut gefallen. Die Verzierungen in Form von Perlenstickereien und Spitze wurden früher häufig wiederverwendet, wie es wohl bei dem oberen Panel der Fall sein soll. Mit der dunkelgrünen Samtjacke wirkt das elfenbeinfarbene Kleid etwas angezogener, aber dennoch sehr edel.
Die rote Uniform basiert auf einer 1912 Indian Guides officer's uniform und sollte traditionell zu Mahlzeiten in der Offiziersmesse getragen werden.

Cora Crawley, 2. Staffel

Will you look at that. gaaaa. Wunderschöne Stickereien.

Lady Mary, 2. Staffel

Ebenfalls wunderschön bestickt. Das Kleid ist nicht sehr tailliert und deutet die kommenden, loseren Silhouetten der 20er an. Durch das geometrische Muster wird man an den Art Deco Stil erinnert.

Lady Mary, 2. Staffel 

Ein paar Detailaufnahmen der tollen Stickereien. Mit den helleren Perlen zum Saum hin entsteht eine Art Ombré Effekt.

Lady Cora, 3. Staffel

Das Kleid wurde aus einer Tischdecke aus den 1920ern genäht. Upcycling, anybody? Getragen wurde es zu Lady Edith's Hochzeit. Ich muss sagen, die Anordnung der floralen Panele und die Länge des Mantels gefallen mir ziemlich gut. Vielleicht finde ich ja auch demnächst mal einen schönen Tischläufer :P

Driehaus Fliesen

In diesem Gebäude wurde wirklich an nichts gespart. Alles war verziert und langweilige Flächen gab es eigentlich nirgends.

Lady Sybil, 1. Staffel; Lady Mary, 2. Staffel

Lady Mary hat mich da nicht gerade umgehauen, aber Sybil ist mit dem Baumwolle und Seide Anzug und dem Strohhut ganz süß. Marys Mantel ist aus einem Wollstoff mit Samtbesatz, der Filzhut wird von einem Seidenband verziert.

Thomas Barrow footman's uniform; Housekeeper Elsie Hughes, Staffel 1

Die footman's uniform wurde aus Woll- und Baumwollstoff gefertigt. Upstairs galten sie als Aushängeschild der Familien und mussten deshalb Downstairs Ärmelschoner über ihrer Kleidung zum Schutz tragen. 
Mrs. Hughes Kleid war weniger schlicht als gedacht. Trotzdem war die Kleidung der Bediensteten wesentlich einfacher und praktischer gehalten, als die der Obrigkeit.

Dowager Countess; Martha Levinson, 3. Staffel

Mantel aus Ausbrenner Seidensamt im Art Deco Stil mit reichen Verzierungen. Martha Levinson ist die Mutter von Cora und eine reiche Amerikanerin. Wo die Briten reserviert sind, zeigt sie gern, was sie hat. Wobei Lady Violet hier ähnlich opulent verziert angezogen ist. Coras Mutter hingegen tritt moderner auf.

Dowager Countess; Martha Levinson, 3. Staffel

Abendkleid aus blass-olivfarbenem Satin mit schwarzem Chiffon Überkleid. Mein Heft meint, die Vorderseite zeige eindeutig japanische Inspiration... Ich sehe irgendwie Mondsicheln und Blumen... Wobei... Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, führt mich das direkt zu Sailor Moon und dann wären wir auch schon bei Japan. Der Kleidungsstil von Lady Violet ist generell sehr der Edwardian Periode angelehnt. Immer hochgeschlossen und mit Korsett. Dieses Kleid soll wohl aber von der typischen S-Form durch das Korsett abweichen.

Insgesamt habe ich doch recht viel Zeit in der Ausstellung verbracht... und hätte am liebsten alles angegrabbelt. Ich habe bei weitem nicht alle Ausstellungsstücke fotografiert. Wer also selbst entdecken möchte, wurde gerade noch nicht total gespoilert.

Herrschaften, die das volle Downton-Erlebnis möchten, können sich im Teezimmer noch von hübsch angezogenen, häubchentragenden Dienstmädchen bewirten lassen. Aber den Ausgeh-Hut nicht vergessen ;)


Am Abend war ich dann in einem Stofflager und habe mir aufgrund mangelnder Zeit nur Strass-Applikationen auf Mesh gekauft... Wie ich dazu wohl inspiriert wurde ;)

Dienstag, 26. April 2016

Yay or Nay- Burdastyle Voting

Erinnert ihr euch noch an das Flatterkleidchen, welches ohne Schnittmuster auskommt?
Ich habe mich damit jetzt mal bei dem Burdastyle-Talent Wettbewerb angemeldet. Nun geht es in die letzte Abstimmrunde, und ein paar Stimmchen könnte ich bis Ende der Woche noch gebrauchen.
Ich bin kein Fan von "hier mach ich mit, also stimmt bitte bitte bitte für mich ab". 
Vielleicht gefällt euch ja aber mein Kleid auch einfach so und ihr lasst euch von dem Pseudogebettel nicht abschrecken. Ich würde mich jedenfalls über eure Stimme freuen. Meinen Beitrag findet ihr hier.
(Mobilisierung von Freunden und Bekannten wird nicht entmutigt. Virtuelle Kekse und Tee für alle)

Dienstag, 29. März 2016

Kindle und Tolino Cover inkl. Schnittmuster

Man ist ganz schön aufgeschmissen, wenn der eigene Drucker/Scanner die Füße hochgemacht hat und man aufgrund des anstehenden Umzugs keine Lust hat, einen Ersatz zu bestellen, den man dann ja rumtragen müsste...

Nun aber teile ich mit euch meine Schnittmuster für E-Reader, die Briefumschlägen nachempfunden sind. Vielleicht habe ich für die Erstellung auch einen Briefumschlag zerstückelt... vielleicht auch nicht...


Das Schnittmuster ist eine gute Basis, um weitere Details anzufügen. Man könnte den Außenstoff zum Beispiel nett colourblocken, sodass die Klappe eine andere Farbe hat.



Bei meiner blauen Tasche habe ich mich erst später für die Wildlederapplikation entschieden, weshalb sie doch sehr nachträglich angebracht aussieht. Sinnvoller wäre es, solche Details vor der Hochzeit mit dem Futterstoff aufzunähen und dadurch die Kanten im Inneren des Stoff-Sandwichs zu verstecken. So habe ich mit Stoffkleber gearbeitet, um keine weiteren Nähte auf dem Cover zu verursachen.
Die Tolinoversion rechts war für meine Freundin gedacht. Der E-Reader auf dem Foto ist daher nur mein Kindle und dient grob zum Größenvergleich...


Natürlich sind auch andere Schließmechanismen möglich. Ich wollte aber keine Druckknöpfe, die beim Zudrücken vielleicht das Display beschädigen. Klettverschluss lässt sich so schön schnell und faul öffnen und schließen.

Die Schnittmuster sind für den Kindle (Paperwhite) (ca. 170 x 120 mm) und den Tolino Shine 1
(ca 180 x 120 mm) gemacht. Anscheinend sind die aktuelleren Tolinos so ziemlich gleichgroß wie die Kindle-Geräte. In dem Fall würde ich das Kindle-Schnittmuster empfehlen.
Für die Tolinotasche meiner Freundin habe ich hinten noch ein Reißverschlussfach eingefügt. Das sieht wesentlich schwieriger aus, als es tatsächlich ist. Also können sich durchaus auch Anfänger herantrauen. Sofern man schon halbwegs gerade nähen kann ;) Dafür ist das Schnittmuster des Tolinos etwas größer gehalten.
Möchtet ihr bei dem kleineren Schnittmuster ebenfalls eine Tasche für einen kleinen Block und Stift einfügen, solltet ihr es etwas großzügiger zuschneiden.

Die Taschen sind schneller genäht als gedacht. Je nach hinzugefügten Details kann man innerhalb von guten 2 Stunden fertig werden.

Samstag, 6. Februar 2016

Jean Paul Gaultier Ausstellung in München

Letzte Woche war ich nach ein wenig Überzeugungsarbeit mit meinem Mann in München. Ich bin zwar kein Fan von Jean Paul Gaultier (Elie Saab, Zuhair Murad, Marchesa, Zac Posen und Reem Acra würden mich vor Begeisterung und Aufregung ganz quieksig werden lassen), aber die Chance mal Couture zu sehen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Die Ausstellung an sich ist recht nett gemacht und ist die erste, die ich über Mode besucht habe. Daher kann ich leider keine Vergleiche anstellen. Dennoch möchte ich allen halbwegs Interessierten den Besuch der Kunsthalle München empfehlen, der noch bis zum 14.02.2016 möglich ist.
"Erstes Korsettkleid"- F/S 1983
Der erste Raum war glücklicherweise direkt voller Stücke, die meinen Geschmack ziemlich gut getroffen haben. Es gab viele pudrige Töne, Tüll, geometrische Linien in Form vom Korsett-Applikationen und interessante Formen. Auf die Spitztüten konnte ich allerdings verzichten. Momentan kann ich denen nichts abgewinnen. 
Den Rest des Korsettkleids fand ich aber sehr interessant mit den verschiedenen aufgesteppten Samt- und Ripsbändern und der Linienführung. 
Der Tüllrock ist schludriger genäht, als ich es erwartet hätte. Da brauche ich mir für mein Hochzeitskleid echt keine Vorwürfe machen, wenn ein Designer mit seinen exzellenten Näherinnen so etwas den Laufsteg runterschickt. Vielleicht ist das aber einfach total in Ordnung so, und geht/ging nicht besser.

Auf den kleinen Täfelchen unterhalb der sich drehenden Puppen stand jeweils auf Deutsch und Englisch der Name des Kleidungsstück, aus welcher Kollektion es stammt, und was sonst noch von Interesse ist. Welches Pop-Prinzesschen zum Beispiel schon mal darin gesungen hat. Die Konstruktion des Bodys auf der linken Seite fand ich super interessant und hätte gern mehr darüber gewusst. Die Verarbeitung verschiedener Farben und Materialien bei dem Kleid auf der rechten Seite fand ich bewundernswert. Gern würde ich ganz natürlich solche Kombinationen erdenken und nicht ewig und drei Tage verschiedene Stoffe aneinander halten, um mich dann doch nicht entscheiden zu können.
"Heiligenschein"- F/S2007
Der nächste Raum war mit dem extrem blauen Hintergrund recht anstrengend für die Augen. Dafür fand ich aber die Projektionen der Gesichter auf die Puppen bemerkenswert. Mal hatten sie die Augen geschlossen, mal blickten sie umher oder redeten und sangen sogar hörbar, wenn auch nicht immer schön. Dadurch wirkten die Kleider nochmal lebendiger.
Gerade in diesem Raum fiel mir auf, wie unterschiedlich, verarbeitete Stoffe auf Bildern und in real wirken. Einige Kleider waren aus Seidenmusselin, der sicherlich nicht billig ist, aber irgendwie nicht so hochwertig aussah, wie ich es gedacht hatte.

Richtig faszinierend fand ich dieses Korsett in der Verarbeitung. Metallscharniere mit Löchern wurden auf der Unterkonstruktion nicht direkt mit Stichen befestigt. Stattdessen wurde der Faden durch eine Perle gezogen, die auf dem Loch saß und so das Metall fixierte. Eine spannende Alternative zu sichtbaren Nähten und ein tolles Detail.
"Laskar"-F/S2000
Toll fand ich auch den Übergang der Federn auf dem Kleid. Sie sind nicht zu starr in das Streifenmuster gepresst, sondern mit kleinen Ausreißern hier und da in dem Farbwechsel.
"Kleid aus Spitze mit Matrosenstreifen"-F/S 1997
Ich könnte schwören, dass ich schon ähnliche Oberteile mit wechselnden Spitzenstreifen in letzter Zeit in Klamottenläden gesehen habe. Von Nahem betrachtet und mit dem Hintergedanken an Tally Weijl und Co könnte das Kleid recht billig wirken. Von Weitem allerdings finde ich den Effekt der alternierenden Spitzen sehr gelungen.
"Bateau Lavoir-Kleid"- F/S 2011
Ab und an hatte man das Gefühl, dauernd das gleiche Kleid zu sehen. Matrosenstreifen sind ja aber JPGs Markenzeichen und ich werde mich bestimmt nicht über dunkeldunkeldunkelblaue, meerjungfrauschnittige Kleider beschweren. Bei diesem Kleid fand ich den Übergang der Streifen sehr interessant. Gerade an den Ärmeln erinnerte mich dieses Design an Rüstungen von früher. Ein toller Gegensatz zu den zarten Organdy- und Organza-Streifen.
Am Ende des zweiten Raumes angekommen, fand mich meine Begleitung wieder und fragte halb hoffend, halb wissend, ob ich tatsächlich noch nicht die anderen Räume gesehen hatte...
Ich hatte mir halt Zeit genommen, teilweise die Nase fünf Zentimeter von Nähten und Details entfernt, und war nach fast 40 Minuten nur in zwei Räumen gewesen. Leicht entsetzt lief er dann weiter, auf der Suche nach einer Sitzgelegenheit, während ich einen Filmzusammenschnitt von Madonna, Kylie Minogue und anderen Bühnenmomenten mit Gaultiers Kreationen ansah.
"Lachs-farbener Korsett-Body mit konischen BH-Körbchen"-1990
Mehr Pudertöne, Spitztüten und Korsetts. Die Detailarbeit war aber bemerkenswert und gefiel mir sehr gut.
"Die heiratsfähige Tochter"- H/W 2015/16
Bei diesem Kleid fiel mir tatsächlich  die Kinnlade herunter. Designtechnisch spricht es mich jetzt nicht unbedingt an, aber die Detailarbeit und Ideen dahinter fand ich erstaunlich.
"Zauberin"- H/W 2004/06
An diesem Kleid begeisterten mich vor allem die Metallverzierungen und die Linienführung der Anordnungen. Laut Beschreibung hat es 132 Stunden für die Fertigung benötigt.
"Hokuspokus"- H/W 2003/04
Leider war es in diesem Raum sehr dunkel, sodass ich nicht genug erkennen konnte. Wenn ich mich aber nicht täusche, war die einzige Naht im Spitzenüberzug vom Korsett unterhalb der Arme entlang der Rippen zur Taille hin. Die Chantilly-Spitze ist sicherlich leicht elastisch (oder ist Chantillyspitze nie elastisch?), aber trotzdem fand ich diesen Abnäher sehr elegant gelöst. 
"Wüstenstaaten (Nana Mouskouri)"- H/W 2010/11
Diese kupferfarbenen Plättchen müssen irgendwie aufgestickt worden sein... In der Beschreibung stand nichts zur Fertigungsdauer, sollte das aber per Hand passiert sein, wird es einiges an Zeit beansprucht haben. Das zeitintensivste Stück der Sammlung hat meines Wissens nach 1000 Stunden Handarbeit gefordert. Ich habe davon kein Foto gemacht, weil ich es ansonsten nicht so fesselnd fand. Aber dieses kupfrig-schwarze Outfit fand ich schön.

Und zum Schluss ein bisschen für uns Perfektionisten unter den Hobbynähern. Ich glaube, ich habe durchaus schon solche Doppelnähte, die nicht parallel verliefen, wieder aufgetrennt. 
Es ist doch recht tröstlich, dass selbst super Näher(innen) so was auch mal hinnehmen.

Was bei dem rechten Kleid passiert ist, kann ich mir gar nicht recht erklären. Ich hoffe, das kam durch Patzer beim Anziehen der Puppe... Wobei dadurch der Streifen unter der Achsel nicht so schmal werden dürfte. Generell war ich gerade bei diesem Kleid erstaunt, dass die Organdy und Organza Streifen überhaupt nicht versäubert waren. Hätte man den oberen Streifen zurückgezogen, hätte man die Steppnaht und die rohe Kante der unteren Stofflage gesehen. (Durch Verbiegen und ganz nah Ranbeugen konnte man das aber auch ohne Anfassen erspähen)

Auch wenn ich jetzt hier an einigen Stellen gemeckert habe, fand ich die Ausstellung wirklich sehr interessant und lehrreich. Ich habe gute anderthalb Stunden darin verbracht, wobei die meiste Zeit definitiv auf die ersten beiden Räumen entfallen ist. Zu gern hätte ich manche Stoffe angefasst oder auf die Verarbeitung auf der Innenseite geschaut, um etwas zu lernen. Natürlich war das verboten und wäre mir auch nie eingefallen. Im Vorraum stand ein Glitzerkleid, welches eine Frau tatsächlich angefasst hat. Ich glaube, mir ist alles aus dem Gesicht gefallen, als ich das gesehen habe... Wenn das alle Besucher machen würden, wären die Kleider ziemlich schnell ziemlich schäbig...

Dienstag, 19. Januar 2016

Schnelle Lederaccessoires: Schlüsselhüllen und Kopfhörerkabelbändiger

Gepriesen seien zusammengesetzte Substantive und Umlaute :]
Ich melde mich (mal wieder) zurück... Die letzte Prüfung Anfang Dezember habe ich bestanden und meine Approbationsurkunde ist mittlerweile auch schon ins Haus geflattert. In der Zwischenzeit habe ich tatsächlich auch mal wieder etwas genäht, was ich euch demnächst inklusive Schnittmuster vorstellen kann, sofern denn ein funktionsfähiger Scanner mal in Reichweite ist... 
Nach der Prüfung hatte ich mir nämlich mal wieder die Harry Potter Bücher auf dem Kindle vorgenommen. (Ist noch jemand hier, der noch auf seinen Hogwartsbrief wartet?)
Mein Kindle und der Tolino meiner Freundin waren noch ohne Hülle, und mit Weihnachten so kurz vor der Tür war die Entscheidung recht schnell gefallen, mein Bügeleisen kurz zu versauen Hüllen zu nähen. Aber dazu demnächst mehr.

Das Projekt ist wirklich sehr schnell gemacht und kommt prima mit Resten von Stiefeln oder von Ikea-Sofa-Stoffmustern -ahem ahem- aus. Das ist jetzt keine Aufforderung beim nächsten Ikea Besuch die Stoffmusterwand zu plündern, wobei es eine exzellente Möglichkeit wäre...

Die Ideen für die Schlüsselhüllen und den Kabelbändiger habe ich auf Pinterest gefunden und Anleitungen sind fast überflüssig, aber damit sich hier mal wieder was tut, teile ich es trotzdem ;)

Samstag, 14. November 2015

Es gibt mich noch...

Dieses Jahr ist auf dem Blog nicht sehr viel passiert, was vor allem mit der neuen Wohnung zusammenhängt.
Ich mag hier einfach keine Fotos machen, weil alles so dunkel und unschön (weil Übergangslösung) ist...
Jetzt kommt noch dazu, dass ich gerade für meine letzte Prüfung Anfang Dezember lernen muss.

Ich habe noch genügend alte Projekte, die ich beenden oder einfach nur mal hochladen muss. Irgendwann geht es also weiter. Höchstwahrscheinlich kommen dann auch mal ein paar Posts zu unserer DIY-Hochzeit im September....

Wer mir auf Instagram folgt, bekommt eher mal das ein oder andere kreative Bild zu sehen...

Bis bald ;)

Dienstag, 30. Juni 2015

Polyester kann man auch zu Hause färben

Ich hatte sicherlich schon mal von China-Ebay  erzählt, unter Kennern auch "chibay" genannt...
Wenn man dort kauft, muss man manchmal herbe Enttäuschungen wegstecken...

Angeboten wurde der Hosenrock als nudefarben. Als er dann aber bei mir ankam, war ich ziemlich erschrocken, wie schweinchenrosa das Teil tatsächlich aussah.

Den Schnitt fand ich trotzdem nett und ich wollte eh schon immer mal Polyester färben...
So weit ich weiß, hat man eigentlich nur die Wahl zwischen iDye POLY und... das war es auch schon. Ich wollte ja fast schon Testläufe mit kleidungsversauenden Lebensmittel und Farben starten, habe mich dann aber erst mal für graue Polyesterfarbe und gegen die Rote Beete entschieden.



Die Farbe ist nicht ganz billig, aber eigentlich recht ergiebig. Ich habe lange überlegt, welche Farbe ich nehmen soll, die vielleicht auch für andere Kleidungsstücke oder Mischfarben später einmal funktionieren würden. Letzten Endes habe ich gunpowder gewählt und damit mehr oder weniger unterbewusst einen Hosenrock geschaffen, der einem Schnittmuster-fail von mir sehr nah kommt.
Aber sei's drum... Ein freundliches grau passt zu vielem ;)

Gefärbt ist das Kleidungsstück in maximal 45 Minuten. Dazu kommt noch anschließendes Waschen und Trocknen, sowie kurze Überlegungen zur Farbmenge und Gewicht.

Dienstag, 12. Mai 2015

HiLo Shirt mit Reißverschluss am Rücken

Ich habe echt ein Händchen dafür, mit möglichst viel Schwarz zu nähen. Nicht auszudenken, es könnte ja eventuell jemand mal was auf den Bildern erkennen...
Aber ich mag es halt nicht so bunt...
Neulich erst bekam ich zu hören, dass es ganz schön weiß und unfarbig in unserer Wohnung wäre, woraufhin ich dann erstmal meine türkis-pinke Arielledecke ausgepackt habe, um den Gegenbeweis anzutreten. 
Aber neben Dunkeldunkeldunkelblau und Cremetönen gibt es hier eigentlich tatsächlich nur freundliches Grau :)
Der Soff war mal wieder ein typisches Beispiel von Kaufrausch im Sale. Zum Glück habe ich aber mal auf die Rückseite geschaut, weil die eigentlich ganz nett strukturiert war. Die Vorderseite hingegen war halb gerippt, halb was-hast-du-dir-dabei-nur-gedacht?!-sieht-das-billig-aus!
Mit dem Ergebnis bin ich jetzt trotzdem zufrieden.

Das Oberteil hatte ich schon vor Ewigkeiten fotografiert und in der Zwischenzeit sogar nochmal ein wenig nachgebessert. Den Schnitt hatte ich nämlich von einem übergroßen T-Shirt abgenommen, was sich dann einfach an den Schultern bemerkbar gemacht hatte. 
Um die zu stark überschnittenen Schultern näher zusammenzurücken, habe ich mich an diesen Pin erinnert... Für alle Nachmacher empfehle ich einen längeren Reißverschluss, der erst in der Mitte vom Rücken endet. Der Reißverschluss an sich hat bei meinem Pulli keinerlei echte Funktion. Man könnte ihn zwar öffnen, aber deshalb ändert sich nichts anders Weite vom Oberteil. (Wäre natürlich auch möglich...)
Meine nachträgliche Änderung gestaltete sich nämlich eher fitzelig. Mit einem Reißverschlussfuß musste ich mein bestes geben, um den Abnäher vom Reißverschluss 4 cm in Richtung Saum hin möglichst unsichtbar zu gestalten.
Dafür mag ich das Schulterdetail vorn. Ich hatte mich gegen die übliche Naht direkt auf der Schulter entschieden und sie stattdessen nach vorn gerückt und etwas abgeschrägt.

Freitag, 17. April 2015

Wer nimmt mich mit zum Stoffmarkt?

Da war es die letzten drei Tage wunderschön frühsommerlich, sodass ich meine Mittagspausen auf der Terrasse in der Sonne verbringen konnte, aber so bald ich einen Tag frei habe BAAAM: trauriges Nieselwetter.

DIY Tupfen Jeans für den inneren Chemienerd
Mit den Sonnenstrahlen kam auch meine Nählust zurück. 
Ich habe noch so viele Chiffon- und Viskosestoffe vom letzten Sommer, die auf Verarbeitung warten. Vorher muss ich aber erst einmal planen und mich entscheiden... Wenn man den Stoff dann zugeschnitten und vernäht hat, kann man ja logischerweise nichts anderes mehr daraus machen. Und manchmal ängstigt es mich, dass ich dadurch dem Stoff die Möglichkeiten nehme, etwas anderes zu werden. Was, wenn ich doch eher ein Top mit Schößchen brauche?!! Was dann???
Daher wachsen meine Stoffschubladen immer weiter...
Außerdem gab es neulich den Stoff heruntergesetzt, der mir vor einem Jahr so gut gefallen hatte, dass ich beinahe mal 18€ pro Meter für bedruckte Baumwolle ausgegeben hätte. ehehehe, hat sich das Warten doch gelohnt...

In Sachen Stoff bin ich außerdem gerade auf der Suche nach schönem Tüll oder Seidenorganza für einen fluffigen Petticoat. Habt ihr vielleicht einen Tipp, um im Großraum München solche Stoffe zu kaufen? Sicherlich kann man die auch prima online bestellen, aber mit Futter und eventuell noch passender Spitze würde ich viel lieber alles persönlich angrabbeln und Farben vergleichen... Oder könnt ihr mir einen super Stoff empfehlen, der auch für einen 50er Jahre Petticoat geeignet ist: Halbwegs steif, möglichst knitterfrei und eventuell färbbar?

Schwarzen Softtüll habe ich zufälligerweise hier im Ort super günstig bekommen. Ich weiß gar nicht, ob ich davon schon mal berichtet hatte, aber das Angebot ist einfach zu gut, um es nicht noch einmal zu erwähnen. Irgendwann hat es hier wohl mal eine Tüllfabrik gegeben -warum, oh warum ist die jetzt geschlossen?!- und der örtliche Stoffladen hat die Reste aufgekauft. Ich habe 50 m Tüll für 5 € bekommen. Oh ja! 10 cent pro Meter! Bei dem Gedanken bekomme ich direkt wieder Herzchenaugen.

Am Sonntag ist übrigens in Freising der Stoffmarkt Holland, der sich eigentlich immer lohnt. Wenn mich einer in Aibling abholen kommt, bin ich gern zu einem Spontanbesuch bereit :) Schließlich kann man dort herrlich viele Stoffe angrabbeln.
Auf dem Rückweg könnten wir dann vielleicht noch ein oder zwei neue Schubladen abholen fahren?

DIY Lampe, Inspiration von the 3 R's
Genug von Stoff -also eigentlich hat man natürlich nie genug Stoff, aber- weiter im Blog.
Da ich einfach nicht mehr so viel Zeit für neue Anleitungen hier auf dem Blog habe, bin ich jetzt auch bei Instagram zu finden. Dort gibt es nun auch mal zwischendurch Bilder von alten und neuen Projekten oder Alltäglichem, sodass sich hier wenigstens ein bisschen was tut. Wenn auch nur in der Seitenleiste...

Wie hatten wir uns jetzt mit dem Trip nach Freising geeinigt?

Donnerstag, 19. März 2015

Ringe aus Schmuckdraht und Perlen

Anfang des Jahres war ich mal wieder im schönen Thüringen. Natürlich war auch ein Kleine Gang Besuch angesagt, wo mir der Ring einer Freundin auffiel. Johanna trägt immer hübschen, außergewöhnlichen Schmuck, und ihren Ring hatte sie mal wieder selbst gemacht. 
Angefixt von ihrem Schmuckstück wollte ich natürlich auch Ringe basteln.
Also sind wir an einem Samstag nach dem Ausschlafen circa eine Stunde vor Ladenschluss im Glashüpfer in Jena gewesen und haben gestöbert und gebastelt.
Dort liegen nämlich auch Werkzeuge aus, sodass man gleich vor Ort ans Werk gehen kann.
Aaaaach was hab ich mich angestellt... Als hätte ich noch nie in meinem Leben irgendwas gebastelt. Unangeleitet hatte ich direkt den Draht gänzlich falsch durchgezogen (ja, das geht), und durfte dann noch einmal puzzeln und fiddeln.
Die Quetschperlen fand ich auch sehr furchteinflößend. "Johanna, mach' ich das hier richtig?? Und jetzt?? Einfach draufdrücken?! Ach, mach du lieber! Ich mach dann die nächste oder so..."

Deswegen sind wir zum Ende auch fast rausgeschmissen worden. Schließlich habe ich so lange zum Aussuchen gebraucht -und noch viel länger, bis Johanna meine Ringe gebastelt hatte- da war plötzlich schon Ladenschluss. Die Ringe waren natürlich viel schneller gebastelt als ausgesucht...

Man nimmt ja nicht sofort alles mit, was einem gefällt...

Hier die wichtigsten Grundregeln beim Stöbern:
Zu erst macht man eine Runde durch den Laden und verschafft sich einen Überblick. DANN läuft man noch einmal rum und legt ein paar Perlen in sein Schälchen. Nach dieser Runde merkt man plötzlich, dass man zu wenig Steinchen hat und erweitert seine Auswahlkriterien in der anschließenden Runde. Wenn man danach am Tisch sitzt und vor sich hinpuzzelt, was so zusammenpassen könnte, fällt einem natürlich noch ein, wonach man noch gezielter suchen könnte. Also folgt Runde Nummer vier.  Und dann müssen selbstverständlich die aussortierten Perlen wieder zurück gebracht werden...
So unter Ladenschluss-Stress war ich mir meiner endgültigen Wahl nicht 100% sicher, aber bei ungefähr 1,5€ pro Ring kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Mein Lieblingsring ist mittlerweile der mit dem silbernen Draht und den goldenen (Quetsch)Perlen. Ich war mir am Anfang nicht sicher, wie Gold und Silber zusammenpassen würden. Aber jetzt denke ich immer an Prinzessin Serenity, wenn ich ihn ansehe, und höre die Shiny Make-up Melodie. Und viel mehr kann ein Ring eigentlich nicht erreichen, oder? 

Zwischenzeitlich wurde ich schon mehrfach auf die Ringe angesprochen, was natürlich immer schön ist. Schließlich möchte ich nichts machen, was nach "Mutti bastelt mit den lieben Kleinen" aussieht... Einmal wurde mir sogar beim Bezahlen an der Kasse einfach die Hand festgehalten und erst im Tausch gegen Informationen freigegeben ^^

Angenommen man hat schon alle Steinchen und Quetschperlen zusammen, und stellt sich nicht wie der letzte Depp an, kann man in 5 Minuten locker einen Ring basteln.

Montag, 23. Februar 2015

Inspiration gefällig?

Fühlt sich hier jemand in seinem täglichen Internet-Programm noch nicht ausgelastet und könnte einen weiteren Blog in seiner Leseliste vertragen?
Deko-DIY-Anleitungen, Wohn-Inspiration und Einrichtungs-Tipps findet ihr zum Beispiel auf roombeez.

Schon das Layout spricht meinen inneren Hipster-Chemie-Nerd an. Hurra für Sechsecke oder halt chemischer: Benzolringe (mal ganz ehrlich, "Benzen" wird sich nicht durchsetzen... oder habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?)

Ähnlich polygonal kommt diese kleine Tillandsien-Behausung aus Beton daher.

Wem Beton-Wohnaccessoires gefallen, dem kann ich außerdem Ynas Blog an's Herz legen. Demnächst gibt es von ihr sogar ein Buch mit DIY Anleitungen aus Beton.
Zu minimalistisch eingerichteten Wohnungen passen diese kleinen, grauen Geometrie-Objekte meines Erachtens richtig gut...

Ich selbst bin kein Weintrinker, sofern der Zuckeranteil nicht unverschämt hoch ist, aber bei diesen umgestrichenen Weinkisten würde ich es mir fast wünschen.
Bastelutensilien oder Stoffe könnte man sicherlich ebenfalls sehr hübsch darin aufbewahren... Wobei ich mich absolut nicht weißen Schüsselchen mit Goldrand oder monochromatischen Tassen mit geometrischem Muster verwehren würde. Tassen kann ich sowieso nie genug haben. Tee geht einfach immer, egal zu welcher Tageszeit und unabhängig von der Gemütslage... Falls jemand mitschreibt und Geburtstagsgeschenke sucht: Schwarzen Darjeeling bitte ;)

Zum Schluss zeige ich noch etwas für mich unerwartet Buntes:
Aber die oma-esquen Blumenmuster und die Form der alten Lampenschirme sollten die untypischen Farben wieder ausgleichen. Sooooo furchtbar grell sind die Farben ja auch gar nicht...
Wie es der Zufall so will (und meinem Freund so gaaaaar nicht gefällt), hatte ich vom Sperrmüll eine alte Stehlampe in ziemlich ähnlicher Form gerettet und schon den wunderschönen, staubigen Fransenüberzug abgerupft. Nun wartet ein Drahtgestell auf ein neues Gewand. Diese Bezüge sehen schon recht aufwändig aus, aber die Lampe in der Mitte ist ja fast dunkeldunkeldunkelblau und das lockt mich ganz schön....

Die gezeigten Fotos gehören roombeez und wurden mit Genehmigung verwendet.

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